Video: Ahle Worscht küsst Schokolade - Neue Kreation aus Zierenberg

Zierenberg. Konditormeister Christopher Bayer aus Zierenberg hat das scheinbar unmögliche wahrgemacht: Er verbindet Ahle Worscht mit Schokolade.

Es ist die pure Neugier, gepaart mit der Liebe zur Ahlen Worscht, die entsteht, als der Zierenberger Konditormeister Christopher Bayer den Metalbehälter nimmt: Er kippt die zerflossene Vollmilchschokolade auf die zerwürfelten Fleisch-Stücke.

„Salzig passt gut zur Schokolade. Dann hatte meine Freundin die Idee, dass wir hessische Spezialitäten benutzen könnten wie Apfelwein oder Ahle Worscht“, erklärt Bayer die Anfänge der jüngsten Kreation. Seit einem halben Jahr wird sie unter ihrem Label Hessen-Praline als Bruchstücke vermehrt verkauft.

„Viele sind der Kreation gegenüber kritisch. Wenn sie es probiert haben, finden sich doch Liebhaber“, sagt Christopher Bayer. Vor allem werde sie aber als kulinarischer Scherzartikel für ehemalige Nordhessen gekauft, die jetzt an anderen Orten wohnen. Und die Nachfrage steigt: „Heute stand auf jeder Bestellung mindestens ein Päckchen“, sagt Lena Gloger, während ihr Freund im Nachbarraum die Ahle-Worscht mit Schokolade vermengt.

Verheiratet herzhaft mit süß: Inhaber und Meister Christopher Bayer von der Zierenberger Konditorei Hessen-Praline. Er stellt Schokoladen-Bruchstücke mit Ahler Worscht her.

Da immer mehr Leute die Kombination aus Deftig und Süß probieren möchten, steht Christopher Bayer noch länger in der Küche. Er will nicht vorproduzieren. „Die Ware soll so frisch wie möglich sein“, erklärt der Konditormeister. Bisher stellt er abends fünf Kilogramm mit 300 Gramm Ahle Worscht her. Der Kunde bekommt die herzhaften Schokobruchstücke in 140 Gramm-Tüten für 4,95 Euro. Vielen Kunden sei der Fleischanteil aber noch nicht hoch genug: „Manche meinten, dass sie die Worscht noch nicht intensiv genug schmecken“, sagt Bayer. Er fügt hinzu: „Diese Schokolade ist wie ein Wein. Mit der Zeit wird das Aroma stärker.“ So habe er mal eine Tüte länger stehen lassen und dann probiert: Der Geschmack der Wurst sei deutlicher vorhanden. Trotzdem spiele er noch mit der Fleischmenge - immer Mal mehr hinzugebend.

Die zunächst merkwürdig klingende Komposition überrascht. Erst süß und im Abgang diese leckere Ahle Worscht-Note. Gerne hätte diese aber noch deutlicher raus zu schmecken sein können.

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Rubriklistenbild: © Daher

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