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Besucheransturm beim ersten Mühlentag in Laar
nach der Corona-Pause

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Von: Sascha Hoffmann

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Nicht nur zum Mühlentag ein beliebtes Ausflugsziel: die alte Mühle in Laar.
Nicht nur zum Mühlentag ein beliebtes Ausflugsziel: die alte Mühle in Laar. © Sascha Hoffmann

Zierenberg – Nun klappert sie endlich wieder, die Mühe in Laar. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause lockt das alte Gemäuer zum Mühlentag hunderte Besucher raus zum Gutshof unweit von Zierenberg.

Zierenberg - „Zeitweise haben wir wirklich gedacht, wir hätten verlernt, wie das hier alles geht“, sagt Horst Röhling vom Tourismusverein des Warmestädtchens lachend und ist froh, dass er seine Aufzeichnungen und Pläne hatte. Der Tisch mit Postkarten und Informationen rund um die Mühle habe ebenso schnell seinen Platz im Obergeschoss gefunden wie die Verpflegungsstation der DRK-Ortsgruppe draußen gleich vor dem alten Mühlrad.

„Das dreht sich noch, wenn auch mit nicht allzu viel Wasser“, so Röhling, der sich seit fast 15 Jahren um die Mühle sowie das dort seit 1999 untergebrachte Museum kümmert und entsprechend viel darüber zu berichten weiß. Das hat sich längst auch bei den Menschen im Warmetal herumgesprochen, die Jahr für Jahr in Scharen zum Mühlenfest pilgern, wenn Röhling und seine Kollegen an die Anfänge der 1599 von Hermann von der Malsburg erbauten Getreide- und Ölmühle erinnern. Dann drängen sich die Besucher vor Schautafeln, Originalteilen aus Laar sowie Ausstellungsstücken aus nord- sowie südhessischen Mühlen und erfahren, dass die Mühle bereits 1844 nach dem Bruch der Ölmühlenwelle stillgelegt und als Unterkunft für Arbeiter genutzt worden ist. 1903 umgerüstet, versorgte das große Mühlrad das Gut Laar bis 1959 mit Strom.

Auch zum 1322 erstmals erwähnten Gutshof und vor allem zum dort durchlaufenden Gewässer weiß er allerhand zu erzählen: „Die Warme entspringt am Wattenberg und mündet bei Liebenau in die Diemel, von da in die Weser und dann weiter in die Nordsee“, so der engagierte Zierenberger. „Und warum friert die Nordsee niemals zu? Ganz klar, weil das Warme-Wasser da rein fließt.

Der Zierenberger würzt seine Führungen gern mit einer guten Portion Humor, die tatsächlichen Fakten aber vergisst er dabei nicht. Die Besucher bekommen einen Eindruck, wie einst Mehl gemahlen und Öl gepresst wurde, die Ausstellung zeigt außerdem die Handwerkskunst, die nötig war, um solch ein Objekt mit den künstlichen Wasserläufen zu erbauen.

Röhling freute sich sehr, dass der Rüttelschuh am Mühlrad nun wieder munter klapperte – nach zwei Jahren Corona-Zwangspause.

Von Sascha Hoffmann

Nicht nur zum Mühlentag ein beliebtes Ausflugsziel: die alte Mühle in Laar.
Nicht nur zum Mühlentag ein beliebtes Ausflugsziel: die alte Mühle in Laar. © Sascha Hoffmann

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