Die Natur im Klassenzimmer

Ausstellung für wissbegierige Schüler und neugierige Erwachsene im Naturparkzentrum in Zierenberg

Verwandelt das Naturparkzentrum mit pfiffigen Ideen in ein nicht alltägliches Klassenzimmer: Paula Wallbrecht und ihr Kastanien-Rechenschieber.
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Verwandelt das Naturparkzentrum mit pfiffigen Ideen in ein nicht alltägliches Klassenzimmer: Paula Wallbrecht und ihr Kastanien-Rechenschieber.

Paula Wallbrecht verwandelt das Naturparkzentrum nahe dem Hohen Dörnberg in einen Lernort mit vielen Mitmachstationen.

Zierenberg – Wäre Corona nicht gewesen, hätte Paula Wallbrecht das Naturparkzentrum nahe dem Hohen Dörnberg schon lange in einen spannenden Lernort mit allerlei Mitmachstationen verwandelt. „Die Natur als Klassenzimmer“ lautet der Titel ihrer Ausstellung, die sie im Rahmen ihres ökologischen Freiwilligendienstes entwickelt hat.

„Eigentlich wollten wir schon im November damit starten, doch dann musste ich wegen der Pandemie die einzelnen Stationen, die sich an Schulfächern orientieren, zunächst in Kisten verstauen, statt sie im Naturparkzentrum aufzubauen“, sagt die 19-Jährige und ist überglücklich, dass das beliebte Ausflugsziel zu Füßen der Helfensteine seit Samstag wieder für Besucher geöffnet ist und damit auch ihre Ausstellung.

Durfte als eine der Ersten die Ausstellung besuchen und ist begeistert: Heike Dietrichkeit, Geschäftsführerin der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Naturpark Habichtswald.

Als Rundgang konzipiert, führen verschiedene Stationen über einzelne Schulfächer direkt hinein in die heimischen Wälder. Mathematik, Deutsch, Naturwissenschaften und Geschichte dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie Kunst, Sport und Musik. Zum Singen gebracht hat sie die Bäume im Naturpark zwar nicht, doch aber zum Klingen. Unterschiedliche Bäume liefern nämlich den Rohstoff für Klanghölzer, die von kleinen und großen Besuchern ausprobiert werden dürfen. „Die Fichte etwa klingt dumpfer als viele andere Bäume und nicht so laut wie beispielsweise die Buche“, sagt die Naturbegeisterte aus Hümme, die mit viel Liebe zum Detail an den Stationen gearbeitet hat.

Ums Hören geht es auch beim Geräusche-Memory, bei dem allerlei Naturmaterialien von Laub über Sand bis hin zu Mandeln in kleinen Dosen geschüttelt werden und gar nicht so leicht auseinanderzuhalten sind. Wer dann doch lieber selbst kreativ werden will mit all den schönen Dingen, die der Wald bereit hält, der kann kleine Mandala-Kunstwerke kreieren.

Paula Wallbrechts eigener Favorit führt in die Welt der Mathematik. „Ich habe aus Kastanien einen Rechenschieber gebaut“, sagt sie stolz und dankt den Kollegen des Naturpark-Teams, die ihr bei der ein oder anderen Arbeit unter die Arme gegriffen haben. „Allein hätte ich das alles gar nicht geschafft“, sagt sie und freut sich, dass nun alles fertig aufgebaut ist und das Mitmachklassenzimmer nur noch auf seine Schüler wartet.

Die dürfen übrigens auch schon aus dem Schulalter raus sein, denn die junge Wald-Lehrerin hat darauf geachtet, dass für alle Altersklassen etwas dabei ist. Damit auch Erwachsene ihren Spaß haben, hat sie spannende Naturphänomene, knifflige Rechenaufgaben und auch den ein oder anderen anspruchsvolleren Text mit eingebaut.

Die „Natur als Klassenzimmer“ gibt es täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr zu den üblichen Öffnungszeiten des Naturparkzentrums zu erleben. Sonderöffnungszeiten für Gruppen sind möglich - Telefon: 05606 533266. Weitere Informationen, auch zu den aktuellen Corona-Regelungen, unter naturpark-habichtswald.de (Sascha Hoffmann)

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