HNA-Mobil stand auf dem Zierenberger Marktplatz

Bürger in Zierenberg wollen Lärmschutz und mehr Blühflächen

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Haben viel vor: Mitglieder der Bürgerinitiative Lärmschutz Zierenberg-Habichtswald (von links) Michael Friedmann-Kollmer, Wilfried Appel, HNA-Redakteurin Bea Ricken und Erwin Degenhardt von der BI.

Dankbar, dass die Wolfhager Allgemeine auf das Thema Lärm und Lärmschutz an der A44 aufmerksam macht, zeigte sich die Bürgerinitative Lärmschutz Zierenberg-Habichtswald.

Der Stopp des HNA-Mobils am Zierenberger Marktplatz war für sie Anlass genug, danke zu sagen. So kamen sie nicht nur mit Redakteurin Bea Ricken ins Gespräch, sie nutzten die Gelegenheit, mit HNA-Chefredakteur Andreas Lukesch über ihr weiteres Vorgehen zu reden. Lukesch war es auch, der mit HNA-Leserin Annegret Strube diskutierte, warum die 2. Bundesliga in der HNA nur eine untergeordnete Rolle spielt.

„Ich bin Bochum-Fan“, bekannte Strube, die zwar in Zierenberg wohnt, aber in Bochum ihre Wurzeln hat. In der Zeitung finde sie alle „Kleckervereine“, nur die 2. Bundesliga nicht. Andreas Lukesch erklärte, dass viele Spiele parallel ausgetragen würden. Und dann nehme die 1. Liga und der Regionalsport den größeren Platz ein. Zudem habe die HNA die Ergebnisse der 2. Liga nicht exklusiv, die des Regionalsports schon.

Stadt in der Pflicht

In Zierenberg werde zu wenig für den Artenschutz getan, meint Joachim Wadsack. Seiner Ansicht nach müsste die Stadt die Anlage von Blühflächen fördern. Der Zierenberger hat noch weitere Ideen. So könne die Stadt ein paar Jahre Saatgut an die Bevölkerung abgeben, damit es auch in den Gärten blüht. Die Landwirte sollten unter anderem verpflichtet werden, fünf Prozent ihres Landes als Ökologische Vorrangfläche für Blühpflanzen zu reservieren.

Außerdem solle die Stadt dafür sorgen, dass in den Sommermonaten die Beleuchtung durch Straßenlampen und Reklameleuchten der Geschäfte reduziert werde. Die Insekten würden von diesen künstlichen Lichtquellen angezogen und verendeten massenweise, so Wadsack. Hans Sommer ärgert sich darüber, dass in der Zierenberger Dörnbergstraße kein Tempolimit umgesetzt wird. „Dass bei der Raserei der Verkehrsteilnehmer noch nichts passiert ist, ist ein Wunder.“ In dem Bereich gebe es einen Kindergarten, die Grundschule und das Schwimmbad. Hier seien eine Menge Kinder unterwegs. Stadt und Kreis würden sich in dieser Sache gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben. Es passiere einfach nichts, so Sommer zornig.

Missstände aufdecken

Große Sorgen um ihre pflegebedürftige Mutter hatte sich Petra Kanngießer aus Zierenberg gemacht. Ihre Mutter sei während ihres Heimaufenthaltes in Kassel mehrmals mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Grund war Unterernährung und Wassermangel. „Sie können sich nicht vorstellen, wie es in dem Heim zuging“, sagte Kanngießer und der Schrecken steht ihr noch immer ins Gesicht geschrieben. Im Zimmer ihrer Mutter fand sie Essensreste im Mülleimer, verkotete Windeln von vor Wochen und dadurch Ungeziefer im Sanitärbereich. Ihre Mutter selbst war nicht in der Lage, selbst zu essen oder sich selbst zu pflegen. Doch Fachpersonal hatte Kanngießer kaum gesehen. „Viele Studenten helfen da aus und können natürlich auch nicht alles wissen“, sagte sie.

Doch sie sehe die Heimleitung in der Pflicht. Das habe sie so auch geäußert. Nicht nur, dass sie nun ihre Mutter nach Zierenberg in ein Heim geholt hat und diese dort regelrecht aufblüht ist. Sie wird die Sache auch nicht auf sich beruhen lassen und hat bereits ihren Anwalt eingeschaltet. Sie findet, dass solche Missstände aufgedeckt und öffentlich gemacht werden müssen.

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