Organisation wirft Bauaufsicht Nachlässigkeit vor

BUND klagt jetzt gegen Bebauung im Heilerbachtal bei Zierenberg

Vorwürfe gegen die Bebauung: Der BUND hat jetzt Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Es geht um 30 Wohnanlagen im Heilerbachtal, die nur als Wochenendhaus zugelassen sind.
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Vorwürfe gegen die Bebauung: Der BUND hat jetzt Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Es geht um 30 Wohnanlagen im Heilerbachtal, die nur als Wochenendhaus zugelassen sind.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Kassel hat Klage gegen die Zurückweisung eines Widerspruchs beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Zierenberg – Dabei geht es um die Bebauung im Wochenendhausgebiet Heilerbachtal

Das Heilerbachtal bei Zierenberg sei ein wertvoller Naturraum in unmittelbarer Nähe zum FFH-Gebiet Dörnberg. Um einerseits die Natur zu erhalten und andererseits einigen Menschen die Möglichkeit der Erholung in einem Wochenendhausgebiet zu bieten, sei im Jahr 1962 der Bebauungsplan Nr. 1 der Stadt Zierenberg beschlossen worden. Bauwillige und Bauaufsicht hätten laut BUND aber seit Jahren die Vorgaben des Bebauungsplans ignoriert und würden eine Zerstörung der Natur in Kauf nehmen.

In einem besonders krassen Fall der Missachtung der Vorschriften des Bebauungsplans habe der BUND Kassel die Nichtigkeit der Baugenehmigung beantragt. Die größten Missachtungen des Bebauungsplans betreffen die Größe und die Anzahl der Gebäude, die Dauerwohnnutzung statt Wochenendnutzung, die Zerstörung der vorhandenen Vegetation und die Einfriedung des Grundstücks mit Mauern und Zäunen.

Die untere Bauaufsichtsbehörde lehnte den Antrag ab, ebenso wies sie den Widerspruch des BUND gegen die Entscheidung zurück. Deshalb habe der BUND nun Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Ziel der Klage des BUND sei es, die ursprünglichen Ziele des Bebauungsplanes, die heute noch so sinnvoll seien wie im Jahr 1962, nämlich die Erhaltung des wertvollen Naturraumes bei verträglicher Nutzung durch ein Wochenendhausgebiet, durchzusetzen. Das sei eigentlich die Aufgabe der unteren und oberen Bauaufsicht, so der BUND in seiner Mitteilung. „Die Bauaufsicht hatten wir bereits im Sommer aufgefordert, rechtmäßige Zustände herzustellen, unter anderem, indem ein Verbot der Dauerwohnnutzung durchgesetzt wird. Bisher deckt die Bauaufsicht aber offenbar rechtswidriges Verhalten durch Nichtstun“, so Stefan Bitsch vom BUND in Kassel. (Monika Wüllner)

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