120 Einwendungen übergeben

Burghasungen wehrt sich gegen Autobahn-Lärm: "Für unsere Kinder"

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Setzen sich für Lärmschutz ein: (von links) Svenja Beyer, Kai Mander, David Vonde, Abgeordneter Thomas Viesehon, Karl-Heinz Hauffe, Ortsvorsteher Fabian Kaiser mit Sohn Mika und Andreas Mander.

Burghasungen. Die Burghasunger machen sich weiter stark für Lärmschutz an der Autobahn 44, die direkt an dem Zierenberger Ortsteil vorbei führt.

Mehr als 120 Einwendungen gegen den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans haben sie jetzt an CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Viesehon übergeben. „Wenn nicht für uns, dann müssen wir das wenigstens für unsere Kinder machen“, sagte Karl-Heinz Hauffe, Mitglied des Ortsbeirats.

Per Einschreiben und noch einmal in digitaler Form wurden die Einwendungen aus dem lärmbelasteten Ort nach Berlin geschickt, Thomas Viesehon gaben die Ortsbeiratsmitglieder Kopien mit. Der CDU-Mann macht sich weiterhin dafür stark, dass der Schnittpunkt zwischen den beiden Ausbauprojekten verschoben wird. Denn: Kommt der sechsspurige Ausbau der A 44 von Zierenberg in Richtung Kassel, haben die Burghasunger keinen Anspruch auf Lärmschutz. Erst wenn die Strecke auch in Richtung Breuna ausgebaut wird, könnten Maßnahmen ergriffen werden, doch wann dieser Ausbau beginnt, steht noch in den Sternen.

In der Kategorie „Weiterer Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans steht das Teilstück nach Breuna und Viesehon glaubt, „dass wir es wohl nicht hochgestuft kriegen“. In dieser Woche will er Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf das Thema ansprechen, bald wird das Kabinett über den Entwurf des Plans beraten und einen Beschluss fassen.

Doch Viesehon macht auch klar: „Eine schnelle Lösung wird es nicht geben.“ Und kommt der Ausbau der Autobahn doch nicht, besteht für die Burghasunger auch kein Anspruch auf Lärmschutz.

Doch der Bedarf ist da, die Chancen für den Ausbau stehen also gut. Sollte er genehmigt werden, gibt es mehrere Möglichkeiten für den belasteten Ort: von Flüsterasphalt bis zu speziellen Fenstern für die Anwohner und einem Wall.

Ein nächtliches Tempolimit gab es schon mal, erinnern sich die Mitglieder des Ortsbeirats. Gebracht habe das jedoch nichts. Weil unter dem Schild der Zusatz „Lärmschutz“ stand, ging das nach hinten los: Viele Lkw-Fahrer hätten deshalb auf die Hupe gedrückt.

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