Protest gegen Straßenbau

Burghasunger wehren sich gegen Sanierungspläne der Stadt

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Fühlen sich nicht ernst genommen: (Von links) Gerd Appel, Dieter Plass, Erwin Giese, Helmut Rosenfeld, Angelika Schulz, Martin Schulz, Monika Ring und Gottfried Winter wehren sich gegen eine Sanierung ihrer Straße.

Meist beschweren sich Bürger über den schlechten Zustand von Straßen und fordern eine Sanierung. In Burghasungen ist das Gegenteil der Fall.

Die Anwohner der Brunnenstraße wehren sich massiv gegen eine geplante Maßnahme der Stadt Zierenberg.

„Wir sind mit unserer Straße zufrieden. Sie ist nicht sanierungsbedürftig und keinesfalls schlechter als andere Straßen im Ort“, sagt Sprecher Dieter Plass. Für die Ablehnung der Straßensanierung gibt es noch einen weiteren Grund: Die Stadtverordneten diskutieren über eine mögliche Abschaffung der Anliegerbeiträge. „Und wir wollen nicht die Letzten sein, die damit belastet werden“, so Plass. Die Grundstücke an der Brunnenstraße sind groß dimensioniert, weil es seinerzeit landwirtschaftliche Flächen waren. Daher kommen auf die Anlieger erhebliche Gebühren zu. Bis zu 30 000 Euro haben sie ausgerechnet.

Sauer sind die Anwohner auf den Ortsbeirat, der vorgeschlagen hatte, die Brunnenstraße anderen Straßen im Ort vorzuziehen, und auf die Fraktionen der SPD, CDU und FDP, die sich laut Plass auf ein Schreiben der Anwohner nicht gemeldet hätten. Sie fühlten sich nicht ernst genommen. Unterstützung erhalten sie derzeit nur von der UFW. „Wir haben die Straße besichtigt und geben den Anwohnern recht“, so UFW-Vorsitzende Bärbel Mlasowsky, die zum derzeitigen Zeitpunkt keinen dringenden Sanierungsbedarf erkennt.

Der Ortsbeirat hat die Sanierung der Brunnenstraße favorisiert, weil man hier unter anderem Verkehrsberuhigungsmaßnahmen umsetzen wolle. „Die Straße wird immer wieder als Durchgangsstrecke genutzt“, sagt Ortsvorsteher Fabian Kaiser. Zudem seien die Bürgersteige zu schmal für Mütter mit Kinderwagen.

Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn hält an der Sanierung der Straße fest, der Zustand sei nicht akzeptabel. Ein Ingenieurbüro habe die Brunnenstraße untersucht. Mit einer Umstellung der Anliegergebühren rechne er ohnehin nicht. „Das ist für die Stadt gar nicht bezahlbar“. Die Anlieger könnten das Angebot der Stadt einer Stundung der Beiträge über 20 Jahre annehmen.

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