Ehemaliger FDP-Landtagsabgeorndeter

Chaos in Thüringen: „AfD verbieten oder als Player akzeptieren“

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Helmut von Zech, Erster Stadtrat, FDP

Nach dem Wahldebakel in Thüringen äußert sich der Zierenberger Helmut von Zech. Der Stadtrat und FDP-Politiker sagt: „Entweder gehört die AfD verboten oder sie ist ein Player auf politischer Ebene.“

Er ist seit 1972 Mitglied der FDP, war Landtagsabgeordneter und ist Erster Stadtrat der Stadt Zierenberg: Helmut von Zech. Und natürlich gibt es die FDP in der Warmestadt und somit im Wolfhager Land, nur halt nicht mehr in Wolfhagen

Nach dem Wahldebakel in Thüringen erhält Helmut von Zech die Nachricht des Rücktritts vom frisch gewählten Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich und einer angestrebten Neuwahl während des Gesprächs mit der HNA. „Das ist die sauberste Lösung, wie es jetzt kommt“, sagte von Zech.

FDP-Mann will nicht in die Nähe der AfD gebracht werden

Zwei Aspekte hat der 64-Jährige seit der Wahl in Thüringen im Kopf: Auf der einen Seite eine demokratische Wahl. Auf der anderen Seite möchte auch er als FDP-Mann nicht in die Nähe der AfD gebracht werden. „Es könnte sein, dass die AfD nach diesem Debakel bei der Wahl profitiert“, meint von Zech. 

Er habe vermutet, dass Kemmerichs einziges Ziel gewesen sei, eine Wiederwahl Bodo Ramelows (Linke) zu verhindern. Und Kemmerich hätte im Grunde auch nichts anderes tun können als Ramelow, nämlich eine Minderheitsregierung zu bilden. „Aber was ist so schlecht an wechselnden Mehrheiten?“, hinterfragt von Zech. Mit Erlassen und Verordnungen ließe sich auch regieren.

Helmut von Zech ist für Neuwahlen

Nach der ersten Überraschung am Mittwoch und den ersten Reaktionen komme er zu dem Schluss, dass Neuwahlen die richtige Lösung seien. Dennoch mache es ihn nachdenklich, dass demokratische Ergebnisse nicht akzeptiert würden. „Entweder gehört die AfD verboten oder sie ist ein Player auf politischer Ebene“, so der Stadtrat.

Die Reaktion der Linken-Fraktionschefin Hennig-Wellsow, die Kemmerich nach der Ernennung zum Ministerpräsidenten einen Blumenstrauß vor die Füße warf, kritisiert Helmut von Zech mit den Worten: „Das gehört sich nicht.“

Von Monika Wüllner

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