Gelungenes Konzert

Chormusik der Romantik in der Stadtkirche Zierenberg

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Gefühlvolle Momente: Das Frauenensemble vocEterna in der Stadtkirche Zierenberg. 

Zierenberg. Die Stadtkirche Zierenberg mit ihren einmaligen Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert und der wunderbaren Akustik bildete den würdigen Rahmen für die herrlichen Stimmen des Frauenensembles vocEterna aus Kassel.

Zum Tag des offenen Denkmals erklang Musik der Romantik aus den letzten zwei Jahrhunderten. Sopranistin, Musikpädagogin und Chorleiterin Traudl Schmaderer führte souverän durch das Konzert. So erzählte sie dem Publikum in der halb gefüllten Kirche, dass Johannes Brahms sein „Ave Maria, op.12“ für einen Hamburger Frauenchor komponiert hatte und Felix Mendelssohn-Bartholdy durch klare, reine Nonnenstimmen zu seinem „Laudate pueri Dominum“ inspiriert wurde.

Ferner erfuhren sie, dass Gabriel Fauré den französischen Dichter Racine verehrte und ihm seine „Cantique“ widmete. Den Schlusspunkt bildeten die vom Chor sehr ausdrucksstark vorgetragenen „Litanies à la vierge noire“ von Francis Poulenc. Der Komponist führte Anfang des 20. Jahrhunderts ein Bohèmeleben in Paris und kam erst durch einen Schicksalsschlag und einer Wallfahrt zur geistlichen Musik.

Regionalkantor Thomas Pieper begleitete das Frauenensemble auf der Orgel und zeigte bei zwei Solostücken von Mendelssohn-Bartholdy seine Virtuosität auf dem Instrument.

Die vierzehn Frauen von vocEterna hatten oder haben bei Traudl Schmaderer Gesangsunterricht. Obwohl sie alle unterschiedliche Ausgangspositionen hatten, fügten sich doch alle Stimmen zu einem wunderbaren Ganzen mit Anmut und Kraft zusammen.

Ziel von vocEterna ist, das Publikum mit in die Musik hineinzunehmen und emotional zu bewegen. Das ist ihnen mit diesem Konzert auf besondere Weise gelungen.

Von Ursula Neubauer

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