Erste Anlage dieser Art in der Region

Lebensbogen-Gemeinschaft baut Biomeiler auf Dörnberg

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So ähnlich soll er aussehen: Die Lebensbogen-Gemeinschaft will am Wochenende mit Helfern selbst einen Biomeiler zur Warmwasserversorgung bauen. 

Vor fast vier Jahren hat die alternative Gemeinschaft Lebensbogen den ehemaligen Jugendhof Dörnberg gemeinsam mit der Stiftung Trias aus Hattingen gekauft. Seitdem ist viel passiert.

Ein Tagungs- und Bildungszentrum lockt inzwischen viele Menschen auf den Dörnberg. Verschiedene Erwachsenen- und Jugendgruppen sind zu Gast und nutzen die Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungsräume. Auch eine sogenannte Auszeit-Wohnung gibt es. „Da bieten wir Menschen in Notsituationen gegen eine Spende eine Unterkunft auf Zeit an“, so Lebensbogen-Sprecherin Judith von der Schirpkotterdellen.

So ähnlich soll er aussehen: Die Lebensbogen-Gemeinschaft will am Wochenende mit Helfern selbst einen Biomeiler zur Warmwasserversorgung bauen. 

Der Lebensbogen betreibt außerdem das Café Helfensteine mit biozertifizierten Produkten auf dem Dörnberg und bietet rund ums Jahr allerlei kulturelle und naturkundliche Veranstaltungen für die Öffentlichkeit an.

Neustes Projekt im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit ist ein Biomeiler, der kommendes Wochenende innerhalb eines Seminars gebaut werden soll. „Es ist die erste Anlage dieser Art in der Region“, so von der Schirpkotterdellen. Ein Biomeiler oder auch Kompostheizung genannt, sei eine ökologische und CO2-arme Alternative zu Heizöl und Pellets. Außerdem produziere er hochwertigen Kompost, der den Boden verbessern soll.

Mikroorganismen wandeln im Biomeiler Holzabfälle und Grünschnitt durch aerobe Fermentation (Kompostierung) in einem Zeitraum von 18 bis 24 Monaten in besonders hochwertigen Kompost um. Dabei entstehen im Inneren Temperaturen von bis zu 70 Grad. Im Meiler befinden sich Rohrleitungen als Wärmetauscher. Diese Rohre werden von Wasser durchströmt, sodass die abgeführte Wärme zur Warmwassergewinnung oder Beheizung eines der Wohntrakte der Lebensbogen-Gemeinschaft und für Gewächshäuser genutzt werden kann.

Am Wochenende werden für den Meiler rund 80 Kubikmeter Holzhackschnitzel zu einem Haufen geschichtet, der drei Meter hoch ist und sechs Meter im Durchmesser misst.

Zu dem Theorie- und Praxisseminar von Freitag, 5., bis Sonntag, 7. April, können sich noch Interessierte anmelden und aktiv beim Aufbau mit Hand anlegen. Die Teilnehmer des Workshops erfahren an diesem Wochenende, was sie wissen müssen, um später einen eigenen Biomeiler bauen zu können. Geleitet wird das Seminar von den Biomeiler-Experten Michael Stang und Jochen Kruse.

Service: Mehr Informationen dazu unter Telefon: 05606/5639079 oder im Internet unter www.projekt-lebensbogen.de.

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