Ermittler-Gruppe war nach Mord an Walter Lübcke gegründet worden

Durchsuchung auch in Zierenberg: Waffen bei Razzia in rechter Szene gefunden

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Bei einer Razzia wurden auch Wohnungen in Zierenberg und Baunatal durchsucht (Symbolbild).

Bei einer Razzia in der rechtsextremen Szene hat die hessische Polizei Drogen und Waffen sichergestellt. Durchsucht wurden Wohnungen auch in Zierenberg und Baunatal.

Am Dienstag durchsuchten Beamte landesweit zwölf Wohnungen oder Objekte, wie das Innenministerium am Mittwoch auf dpa-Anfrage mitteilte. Dabei sei ein Haftbefehl vollstreckt worden, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden. "Unsere Ermittler haben der rechten Szene einen abermaligen Schlag versetzt."

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R mit 140 Ermittlern war im Juli dieses Jahres speziell für den Kampf gegen rechtsextremistische Strukturen eingerichtet worden. Dies war eine direkte Reaktion auf das Mord-Attentat am damaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU).

Dieser war Anfang Juni an seinem Haus in Istha erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der Hauptverdächtige Stephan E. hatte die Tat zunächst eingeräumt, dann aber sein Geständnis widerrufen. Sein Anwalt kündigte ein neues Geständnis an.

Die Durchsuchungen fanden laut Ministerium in den Bereichen der Polizeipräsidien Mittel-, Ost-, Nord- und Südhessen statt. Die Beamten entdeckten neben Waffen und Drogen unter anderem Schießpulver, Pyrotechnik, Schwefelsäure und rechtsextreme Devotionalien.

Die Ermittler der BAO Hessen R haben in den zurückliegenden Monaten bei mehr als 700 Kontrollen rund 30 Straftäter der rechten Szene in Hessen festgenommen, wie das Ministerium mitteilte. Bereits bei den früheren Aktionen waren Waffen, Sprengstoff und einschlägige Devotionalien sichergestellt worden. "Diesen polizeilichen Druck auf die Szene und rechte Straftäter werden wir auch künftig hochhalten", erklärte Beuth. (lhe)

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