Täter schlugen am Osterwochenende zu

Einbruchserie in Zierenberger Seniorenheimen

Zierenberg. Unbekannte sind am Ende der vergangenen Woche gleich in drei Zierenberger Seniorenheime eingebrochen.

Die Diebe machten aber laut Polizei lediglich im Haus Abendfrieden in Oberelsungen Beute. Im Evangelischen Altenheim Zierenberg und in der Bergparkresidenz in Burghasungen durchsuchten sie Büroräume, stahlen aber nichts. Es entstand ein Gesamtschaden von 2000 Euro.

„Da muss sich jemand ausgekannt haben“, sagt Andreas Thomae, der stellvertretende Leiter des Hauses Abendfrieden. Die Diebe hätten gewusst, wo sich im Haus die Büroräume befinden und seien dort in das verwinkelte Haus eingebrochen, wo der Weg zu den Räumen am kürzesten sei. Der Tatzeitraum liegt laut Polizei zwischen Donnerstag, 12 Uhr und Sonntag, 11 Uhr. Entwendet wurden die Portokasse und Taschengeld der Bewohner. „Künftig werden wir im Büro nicht mehr so viel Bargeld aufbewahren“, stellt Thomae klar.

In der Bergparkresidenz in Burghasungen gibt es laut Leiterin Inga Röll keinen teuren Schmuck oder Bargeld zu holen – weder in den Zimmern der Senioren noch im Büro. „Die Angehörigen kümmern sich um die Wertsachen, das sprechen wir gleich bei der Aufnahme so ab“, sagt Röll. Doch auch andere Wertgegenstände wie Laptops nahmen die Diebe in Burghasungen nicht mit. Deswegen nimmt Röll an, dass sie gestört wurden. „Manche der alten Leute wandern ja nachts noch durchs Gebäude.“ Die Außentür der Residenz war vermutlich in der Nacht auf Samstag aufgehebelt worden. Die Angestellten bemerkten das um 9.15 Uhr.

Auch im Evangelischen Altenheim in Zierenberg, wo zwischen Freitag, 22 Uhr und Samstag, 6 Uhr eingebrochen wurde, gibt es keinen Schmuck oder größere Mengen Bargeld, betont Leiterin Kornelia Strohm.

Hinweise an die Polizei unter 0 56 92/98 29 

Das rät die Polizei zum Schutz vor Einbrechern: 

„Einbrüche in Seniorenheime hat es bei uns zuletzt nicht gegeben“, sagt Matthias Mänz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Weil die Bewohner der Seniorenheime in Zierenberg nicht direkt betroffen waren, werden die Vorfälle als Geschäftseinbrüche gewertet. Grundsätzlich empfiehlt die Polizei, größere Bargeldsummen und Wertgegenstände in Tresoren aufzubewahren. Um diese zu knacken, brauchen Diebe umfangreiches Werkzeug. 

Die Polizei informiert kostenlos über Diebstahlschutz, zum Beispiel im Polizeiladen in der Wolfsschlucht 5 in Kassel (Tel. 0 561/17 17 1). Auf Wunsch machen die Spezialisten auch Hausbesuche. 

Rubriklistenbild: © dpa

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