SPD hat Kandidaten nominiert

Rüdiger Germeroth will Bürgermeister in Zierenberg werden

Umgeben von schönster Natur in Zierenberg: SPD-Bürgermeisterkandidat Rüdiger Germeroth liebt seinen Heimatort und tritt deshalb als Kandidat an.
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Umgeben von schönster Natur in Zierenberg: SPD-Bürgermeisterkandidat Rüdiger Germeroth liebt seinen Heimatort und tritt deshalb als Kandidat an.

Für Rüdiger Germeroth ist Zierenberg „eine tolle attraktive Wohnstadt“, und die braucht ein attraktives Freizeitangebot mit einer guten Infrastruktur.

Zierenberg - „Es gibt so viele Projekte, die ich anschieben möchte“, sagt Germeroth, der von der SPD zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde. Dabei hat er die volle Unterstützung seiner Familie.

Auf seiner Agenda hat er zum Beispiel die Finanzen der Stadt stehen. Als Stadtverordnetenvorsteher ist er im Thema. Und als Bürgermeister möchte er Ansprechpartner für alle Bürger sein. Deshalb setzt er auf die Gemeinschaft und will regelmäßig Wanderungen anbieten, an denen jeder teilnehmen kann und wo jeder über seine Sorgen und Nöte sprechen kann.

Bei den Finanzen weiß er, dass auf Zierenberg einiges zukommen wird. Viele Investitionen stehen an, zudem wird durch die Coronakrise einiges an Gewerbesteuer wegbrechen. Und einen Kunstrasenplatz habe Zierenberg auch noch vor der Brust. Dieses Thema werde seit zwölf Jahren diskutiert. Einsparpotenziale sieht er auch bei der Kindertagesstätte, die jetzt für drei Millionen Euro neu gebaut werden soll. „Im Bergpark hinter der Grundschule könnte das Areal als Naturkindergarten genutzt werden. Naturkindergärten sind sehr gefragt, hier könnte man so gut die Erzieherinnen einbeziehen“, sagt Germeroth.

Damit wäre er auch bei Thema Familien und Kinder angelangt. „Kinder sollen wieder allein und sicher zur Schule gehen können“, sagt der zweifache Familienvater. Deshalb seien innerstädtische Radwege wichtig und Kindernotinseln als Zuflucht bei Gefahr für Kinder. „Das ist so gut umsetzbar, das sollten wir dringend tun“, so der 57-jährige Germeroth.

Auch der tolle Radweg R4 müsse weiter ausgebaut werden. Von Habichtswald bis Zierenberg sei die Strecke herrlich. Doch von Zierenberg bis Obermeiser sei er katastrophal und viel zu gefährlich. Deshalb sollen die entsprechenden Stadtteile und Zierenberg in den Lückenschluss eingebunden werden. „Dafür gibt es Fördergeld“, sagt Germeroth, der selbst begeisterter Radfahrer ist.

Eine weitere Herzensangelegenheit ist ihm das Wohnen im Alter. „Viele ältere Menschen machen sich Gedanken, wie es weitergeht. Sie möchten auch im Alter in Zierenberg bleiben. Es gibt hier aber keine barrierefreien Wohnungen“, sagt Germeroth. Zierenberg brauche dringend eine Seniorenwohnanlage. Zudem müsse ein Seniorenbeirat bei allen städtischen Entwicklungen angehört werden.

Ein Bürgermeister müsse Vermittler zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Politik sein, findet der SPD-Kandidat. Nötig sei deshalb ein Wirtschaftsstammtisch. Er wolle ein Forum anbieten, damit ihm die Menschen sagen können, wo der Schuh drückt. Gewerbetreibende müssten unterstützt und ihr Zuzug nach Zierenberg mit einem interkommunalen Gewerbegebiet gefördert werden.

Germeroth ist Diplom-Forstingenieur. Kein Wunder also, dass ihm die Umwelt und der Naturschutz dringende Anliegen sind. „Ich mache mir Sorgen um unseren Wald. Er muss klimastabil sein, und er sollte auch als Erholungsraum dienen“, sagt Germeroth. Er setze dabei auf heimische Baumarten. Die Fichte durch Douglasie zu ersetzen, findet er grausam.

Alle sollten weniger an Baumholz denken – dieser Spagat müsse gelingen, zumal der Wald auch eine wichtige Wasserschutzfunktion habe. Wenn er Bürgermeister wird, will er mehr Blühflächen anlegen und ein Grünflächenmanagement installieren. „Rasen muss nicht ständig gemäht werden. Das Gras muss auch mal wachsen können.“ Auch Feldwege sollten weniger gemulcht und gemäht werden. Das alles müsse in enger Absprache mit Pächtern und Jagdgenossen geschehen.

Insgesamt müsse die Stadt Zierenberg fit gemacht werden für erneuerbare Energien wie Windkraft sowie E-Mobilität. So brauche es zum Beispiel an allen öffentlichen Bereichen E-Tankstellen. (Monika Wüllner)

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