Besuch aus Zierenbergs Partnergemeinde

Französische Schüler machen Praktikum im Naturpark Habichtswald

+
Lernen in der Natur: Acht französische Berufsschüler absolvieren derzeit unter Leitung ihres Fachlehrers Laurant Tarnier (rechts) ein dreiwöchiges Praktikum beim Naturpark Habichtswald.

Zierenberg/Ippinghausen. Inzwischen schon zum fünften Mal absolvieren französische Schüler der berufsbildenden Schule „Maison Familiale Rurale“ aus der Zierenberger Partnergemeinde Damvillers ein dreiwöchiges Praktikum beim Naturpark Habichtswald.

In der Berufsschule werden angehende Fachoberschüler aus den speziellen Arbeitsbereichen Garten- und Landschaftsbau sowie Wald- und Landwirtschaft ausgebildet.

Während ihrer dreijährigen Ausbildung drücken sie eineinhalb Jahre die Schulbank, und die gleiche Zeit lernen sie in Betrieben in ihrem zukünftigen Beruf die praktische Arbeitswelt kennen lernen. Mindestens ein mehrwöchiges Auslandspraktikum ist dabei ein Muss, denn die Schule „Maison Familiale Rurale“ ist eingebunden in das Erasmus-Programm. Das ist ein Förderprogramm der Europäischen Union (EU) und Teil des EU-Programms für eine zertifizierte Anerkennung von Studien- und Berufsausbildung im Ausland.

Acht Schüler

Fit mit der Motorsense. Der 16-jährige Deramond Lenny, der Landwirt mit einer Ziegenzucht mit Käserei werden will.

Diesmal sind es acht angehende Fachoberschüler, die ihr Auslandspraktikum im Naturpark Habichtswald machen. Begleitet werden sie von ihrem Fachlehrer Laurant Tarnier, der gleichzeitig auch als Dolmetscher fungiert. Naturpark-Geschäftsführer Jürgen Depenbrock: „Das ist hilfreich, aber letztlich von zweitrangiger Bedeutung. Denn die französischen Praktikanten wissen, was sie wollen, sind lern- und wissbegierig und verständigen sich mit unserem Vorarbeiter Markus Lotze und seinen Mitarbeitern notfalls und problemlos mit Händen und Füßen.“

Hauptaufgabe der französischen Schüler während ihres dreiwöchigen Erasmus-Praktikums in Deutschland waren in Zusammenarbeit mit den Naturpark-Fachkräften vor allem dringend notwendige Pflegearbeiten an den Naturpark-Wanderparkplätzen und Wanderwegen.

Schönheit der Landschaft

Beim Einsatz am Weidelsberg konnten sie auch die landschaftliche Schönheit des Naturparks Habichtswald genießen: mit einem Blick von der Aussichtsplattform der Weidelsburg. Dort hatten sie mit dem Rückschnitt der wuchernden Baum- und Buschvegetation am Weidelsberg-Wanderparkplatz schon wieder für eine freie Aussicht über das Wolfhager Land gesorgt.

Jürgen Depenbrock: „Für solche Arbeiten ist nach der Brut- und Setzperiode in der Vogel- und Tierwelt der späte Herbst und der Winter die beste Zeit. Ohne das beispielhafte Engagement der jungen Franzosen hätten wir arbeitstechnisch schon einige Probleme bekommen.“

Begeistert vom Deutschland-Praktikum war auch der 16-jährige Deramond Lenny. Auch wenn er für seinen späteren beruflichen Lebensweg nicht unbedingt forstwirtschaftlich fit sein muss. Er will nämlich nach seiner Schul- und Ausbildungszeit eine Ziegenzucht mit Käserei betreiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.