Glascontainer werden zugemüllt

Volle Glascontainer im Landkreis Kassel: Weitere Flaschen werden einfach davor abgestellt

Kein schönes Bild und gefährlich für Mensch und Umwelt noch dazu: Es gibt rücksichtslose Menschen, die ihre Glasflaschen an vollen Containern einfach davor entsorgen, statt bis zur nächsten Leerung zu warten oder aber die Flaschen direkt zum Entsorgungszentrum zu bringen.
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Kein schönes Bild und gefährlich für Mensch und Umwelt noch dazu: Es gibt rücksichtslose Menschen, die ihre Glasflaschen an vollen Containern einfach davor entsorgen, statt bis zur nächsten Leerung zu warten oder aber die Flaschen direkt zum Entsorgungszentrum zu bringen.

Erst zum Jahreswechsel hat die Abfallentsorgung des Landkreises Kassel darauf hingewiesen, dass volle Glascontainer keine Einladung dazu sind, weitere Flaschen vor und auf den Containern abzustellen.

Wolfhager Land - Doch der Hinweis ist offenbar nicht bei denjenigen angekommen, die ihre leeren Flaschen trotzdem entsorgt haben. Dabei wäre es so einfach, die Flaschen wieder mitzunehmen und zu einem späteren Zeitpunkt in entleerte Container zu werfen. Zudem könnten die Flaschen auch direkt beim Entsorgungszentrum in Hofgeismar oder Lohfelden kostenfrei entsorgt werden. Stattdessen werden die Flaschen vor und auf die Container gestellt und die dazugehörige Plastiktüte gleich mit.

„Für die Sauberhaltung der Containerstandplätze sind die Städte und Gemeinden verantwortlich. Dafür bekommen sie über den Eigenbetrieb Abfallentsorgung Kreis Kassel von den dualen Systemen jährlich ein Entgelt“, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn.

„Letztlich müssen unsere Bauhofmitarbeiter den Müll davor entsorgen“, erklärte Markus Rose vom Bauamt der Stadt Zierenberg. Denn die Lkw-Fahrer seien für den Abtransport der Container zuständig. „Die hätten dafür auch gar keine Zeit“, sagte Rose. Sinnvoll sei es, bereits bei Bebauungsplänen auf entsprechende gut einsehbare und gut anfahrbare Flächen für solche Entsorgungscontainer einzugehen.

Für die Aufstellung und Leerung der Glascontainer sind private Unternehmen im Auftrag der Dualen Systeme zur Verpackungsentsorgung zuständig. Finanziert wird das Ganze über eine Lizenzgebühr, welche der Verbraucher durch den Kauf von Einweggläsern (zum Beispiel Weinflaschen, Marmeladengläser) bereits an der Ladenkasse zahlt. Altglas kann sehr gut und oft recycelt werden, wenn es richtig sortiert wurde (weiß, grün, braun). Jedes Glas, das vorher eine Verpackung war, gehört in den Glascontainer.

Zum Beispiel Einwegflaschen von Getränken und Lebensmitteln, Konservengläser, Marmeladengläser. Nicht in den Container gehören: Fenster, Spiegel, Blei- und Kristallglas, Keramik, Porzellan, Steingut, Glühbirnen, Energiesparlampen. Die Containerfahrzeuge, welche die Glascontainer leeren, haben drei getrennte Kammern. Dadurch können mit einem Fahrzeug alle Farben getrennt transportiert werden. Über die Abfallkalender-App kann man sich durch die Umkreissuche zum nächstgelegenen Glascontainer Standort navigieren lassen. Sind alle Container voll, kann man auch ruhig bei seiner zuständigen Stadtverwaltung oder Gemeindeverwaltung anrufen. „Wir sind froh, wenn wir solche Hinweise bekommen und können so auch entsprechend reagieren“, sagte Markus Rose.
Weitere Standorte sind online auf abfall-kreis-kassel.de aufgeführt.

Von Monika Wüllner

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