Wahl am 1. November

Andreas Mander will Bürgermeister in Zierenberg werden

Möchte Bürgermeister von Zierenberg werden: Andreas Mander aus Burghasungen tritt am 1. November als unabhängiger Kandidat zur Bürgermeisterwahl an.
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Möchte Bürgermeister von Zierenberg werden: Andreas Mander aus Burghasungen tritt am 1. November als unabhängiger Kandidat zur Bürgermeisterwahl an.

Andreas Mander aus Burghasungen will in Zierenberg Bürgermeister werden. Das hat sich der 42-Jährige gut überlegt – und auch fast bis zum Bewerbungsschluss mit der Abgabe seiner Unterlagen gewartet.

Zierenberg. „Ich habe das erst mal beobachtet“, sagte Mander. Bei nur einem Kandidaten wollte er etwas entgegensetzen. Also sammelte er Unterschriften und gab seine Bewerbung noch fristgerecht ab. Aber der SPD-Mann geht nicht als SPD-Kandidat ins Rennen, wenn am 1. November gewählt wird, sondern als unabhängiger Kandidat. Seinen Vorsitz als Fraktionschef der SPD hat er bereits niedergelegt, sein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung behält er.

Als Vater zweier Kinder im Schul- und Kindergartenalter sei er an den Themen Kinderbetreuung besonders nah dran. „Das erste was ich mache, falls ich gewählt werde, ich werde mich um die Kindertagesstätten kümmern“, so Mander. Es könne nicht angehen, dass zwölf Kinder aus Burghasungen nach Oberelsungen in die Kindertagesstätte müssten. Das seien pro Strecke elf Kilometer und ein unheimlicher Aufwand für die Eltern. Dabei sei ihm Kommunikation besonders wichtig. Tagesmütter in Zierenberg und den Ortsteilen müssten dringend mit ins Boot geholt werden. Nun aber freut er sich darauf, dass in Zierenberg eine neue Kita mit U2-Betreuung gebaut werde. Doch so schnell werde die nicht fertig sein und Mander befürchtet, dass eine Unterbringung in Containern eine teure Zwischenlösung werden könnte. Deshalb müsste die Zeit bis zur Fertigstellung überbrückt werden.

Die Instandhaltung von Straßen und Gehwegen ist ein weiterer Punkt auf seiner Agenda. Die Gemeindestraßen in Zierenberg seien in einem schlechten Zustand. Er plädiere zudem für wiederkehrende Straßenbeiträge. Das Modell sei gut, man müsse es nur richtig erklären. Dafür will er dann auch die Einwohner befragen, die sollen mitentscheiden. Sein Ziel seien barrierefreie und sichere Wege. „Das erzählen mir auch viele Menschen derzeit an den Haustüren“, sagte Mander. Er besuche die Menschen an ihren Wohnorten und verteile dort seine Broschüren. Werbung mache er zudem in den sozialen Netzwerken und auf seiner Internetseite. Plakate würden jetzt auch geklebt. Beides hat er selbst entworfen und auch die Grundfarbe für seine Wahlwerbung ausgesucht. Eine Ähnlichkeit mit dem Orange der Christdekomkraten weist der jetzt Selbstständige Groß- und Außenhandelskaufmann aber lachend von sich. Er bleibe Sozialdemokrat, so oder so.

Er hat noch viel mehr vor, sollte er in den Chefsessel des Rathauses gewählt werden. Zum Beispiel möchte Mander alle drei Monate einen runden Tisch mit allen Ortsvorstehern ins Leben rufen. „Bevor dunkle Wolken aus den Ortsteilen in Richtung Rathaus ziehen, sollte man vorher ins Gespräch kommen“, so Mander. Auch mit Nachbargemeinden möchte er zusammen arbeiten, um so Gewerbe anzusiedeln und Bauplätze zu erschließen. Unter seinem Wahlkampfmotto „Die ganze Stadt im Blick“ will er auch über den Tellerrand hinaus schauen.

Auf die Fahnen geschrieben hat er sich die Themen Landwirtschaft, Tourismus und Rathaus mit Verwaltung. „Ich werde für den Einzug der Digitalisierung in die Verwaltung sorgen. Dadurch wird der Bürgerservice erweitert, die schnelle und papierlose Kommunikation sichergestellt und die Möglichkeit der digitalen Antragstellung geschaffen“, erklärt Mander auf seiner Internetseite.

Regelmäßige Sprechstunden, ohne Termin, mit ihm als Bürgermeister im Rathaus und den Verwaltungsaußenstellen in den Ortsteilen seien für ihn selbstverständlich. Zusätzlich will er eine Zierenberg-App für Smartphone-Nutzer einführen, um so Nutzer auf die Anbieter regionaler Produkte hinzuweisen. Zudem will Mander einen Tag des Ehrenamtes einführen. „Ich werde eine Schnittstelle zwischen Rathaus und Ehrenamt schaffen und den Vereinen einen festen Ansprechpartner zur Seite stellen“, verspricht der 42-Jährige, der selbst seit 20 Jahren in verschiedenen politischen Gremien in Zierenberg mitarbeitet. (Monika Wüllner)

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