Angekommen in einer neuen Heimat

Großer Andrang beim Begrüßungsfest für Flüchtlinge in Zierenberg

Zierenberg. Die Kinder der Fritz-Hufschmidt-Schule brachten in ihrem eigens gedichteten Lied auf den Punkt, worum es am Samstagnachmittag im Zierenberger Bürgerhaus ging: „Einfach klasse, dass Ihr da seid und nun zu uns gehört“. Sie richteten sich damit an die knapp 70 Flüchtlinge in Zierenberg.

Seit einigen Wochen leben sie im Warmestädtchen in der Gemeinschaftsunterkunft im einstigen Hallenbad und in Wohnungen.

Dass sie sich dabei willkommen fühlen, dazu haben auch die Ehrenamtlichen der Zierenberger Flüchtlingshilfe einen großen Teil beigetragen. „Wer zu uns aus einem anderen Sprach- und Kulturkreis kommt, erlebt vieles zunächst als sehr fremd und ungewohnt“, sagte Ehrenamtskoordinator Dieter Baumann sichtlich erfreut über das große Interesse der Zierenberger im rappelvollen Bürgerhaus. Die in der Flüchtlingshilfe zusammengeschlossenen Freiwilligen hätten den Wunsch und das Ziel, die aus ihrer Heimat vor Verfolgung, Krieg, Terror, Hunger und Aussichtslosigkeit geflohenen Menschen zu begleiten, zu unterstützen und ihnen damit gute Voraussetzungen für eine gelingende Integration zu ermöglichen.

Familien mit Kindern

Die Geflüchteten stammen aus Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Eritrea, Somalia, als Kurden aus der Türkei, Mazedonien und Marokko, sind über die Erstaufnahme des Landes Hessen nach Zierenberg gekommen und haben ihre Asylanträge bereits gestellt. Der überwiegende Teil sind Familien mit Kindern, von denen drei bereits die hiesige Grund- und zwei die Gesamtschule besuchen, vier werden ab Februar im städtischen Kindergarten betreut. „Wir werden Ihnen helfen und Sie unterstützen“, rief Baumann den Neu-Zierenbergern zu, die auch Dank der Flüchtlingshilfe von Stadt und Kirche auf dem besten Weg sind, sich in ihrem neuen Umfeld zu integrieren. So wie etwa Yonas Gebru Mehari aus Eritrea, der längst im Posaunenchor aktiv ist und wohl keine geeignetere Veranstaltung als das Willkommensfest für seinen ersten öffentlichen Auftritt hätte finden können.

„Café Kontakt“

Neben bereits laufenden Sprachkursen, Sportangeboten und einem Patenprogramm will die Flüchtlingshilfe nun auch ein „Café Kontakt“ ins Leben rufen. Bei Kaffee, Tee und süßen Leckereien soll es ab Valentinstag 14-tägig in der Gemeinschaftsunterkunft darum gehen, neue Kontakte zu knüpfen und sich besser kennenzulernen. Weitere Informationen unter www.fluechtlingshilfe-ziereberg.de

Rubriklistenbild: © Hoffmann

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