Botschafter der Region

Habichtswald: 20 weitere Naturparkführer werden ausgebildet

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Freuen sich über neue Führer für den Naturpark Habichtswald: Geschäftsführer Jürgen Depenbrock (von links), Landrat Uwe Schmidt, Naturparkführer Klaus-Berndt Nickel und Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel. Die Ausbildung beginnt noch in diesem Jahr. Im Hintergrund sind die Helfensteine auf dem Dörnberg zu sehen.

Zierenberg. Nahezu verdreifacht hat sich die Zahl der Menschen, die an Führungen durch den Naturpark Habichtswald teilgenommen hat. Deshalb werden ab November 20 weitere Naturparkführer ausgebildet. 

Innerhalb von vier Jahren schnellte die Teilnehmerzahl von 942 Personen im Jahr 2013 auf 2550 Kinder und Erwachsene im Jahr 2016 nach oben. 

Die Zahlen geben die Entwicklung vor: Das Angebot geführter Wanderungen soll ausgebaut und verbessert werden, die Nachfrage ist enorm. Vor allem breiter wolle sich der Naturpark für seine Besucher aufstellen, sagt Geschäftsführer Jürgen Depenbrock. Die Themen neue Energien, Vögel, Schmetterlinge, Angebote speziell für Kinder und Kräuterwanderungen sollen ein noch stärkeres Gewicht bekommen und didaktisch gut aufbereitet an die Besucher vermittelt werden.

Daher startet der Naturpark mit der Ausbildung, für die sich doppelt so viele Bewerber gemeldet haben, als Plätze vorhanden sind, eine neue Offensive. Die Frauen und Männer kommen aus allen Kommunen, die im Naturpark Habichtswald liegen und repräsentieren einen großen Altersquerschnitt.

Die hessische Vertretung des Arbeitskreises der Natur- und Umweltakademien der Bundesländer in Wetzlar leitet den Workshop. An den Kosten in Höhe von 15 000 Euro beteiligt sich die EU mit 8900 Euro, das Geld kommt aus dem Leader-Programm. Den Rest übernehmen die Anwärter zum Naturparkführer. Ganz bewusst habe man sich für eine Selbstbeteiligung der Kursteilnehmer entschieden, um so die Motivation zu erhöhen, nach Abschluss dem Naturpark auch tatsächlich für Touren zur Verfügung zu stehen, sagt Depenbrock.

Bereits im Jahr 2014 hatten 20 Personen an dem Kurs teilgenommen und die Prüfung bestanden. Von ihnen sind noch 15 als Botschafter für den Naturpark Habichtswald unterwegs und nutzen die Themen-Wanderungen, um Besuchern die Augen für Schönheit und Abwechslungsreichtum der Kulturlandschaft zu öffnen. Einer von ihnen ist Klaus-Berndt Nickel. Er zählt zu den älteren Führern und freut sich, dass nun auch jüngere Menschen zur Gemeinschaft der Naturparkführer im Habichtswald stoßen und sich mit ihren persönlichen Steckenpferden einbringen. Er selbst hat sich in seinen Touren auf den Wald als Quelle für die Wasserspiele im Bergpark spezialisiert. Daneben widmet sich Nickel den Hummeln, Wildbienen, Waldameisen und der Ökologie. Für ihn war die Ausbildung eine tolle Sache. „Ich habe gelernt, die Landschaft zu interpretieren und das Wissen lebendig zu vermitteln“, sagt er. Fünf Jahre sei das deutschlandweit anerkannte Zertifikat gültig. Wer sich innerhalb dieser Zeit nicht fortbilde, verliere seinen Status wieder.

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