Bundesligist beim Jubiläum

HSC Zierenberg feiert 70-jähriges Bestehen - mit einem Knallerspiel gegen die MT Melsungen

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Vertraten die Zierenberger Farben 1948: Feldhandball spielten damals (hinten von links) Margot Kräling, Ruth Dietrich, Gudrun Engel, Eva Langner, Ilse Rode, (Mitte) Ferdinande Ledderhose, Gerda Dietzel, Erna Röhr sowie (vorne) Ruth Umbach, Friedchen Folchmann und Anni Bressler.

Zierenberg. Am Wochenende startet die Handballsaison – und in Zierenberg hat man Grund zum Feiern: Der örtliche Handball-Spielclub (HSC) blickt auf 70 Jahre Tradition in Zierenberg zurück.

Im Zuge dieser Jubiläumsfeierlichkeiten konnte der HSC Zierenberg die Bundesligamannschaft der MT Melsungen für ein Freundschaftsspiel gewinnen. Am 24. Oktober empfängt die Männermannschaft um 20 Uhr das Team von Cheftrainer Heiko Grimm in der Sporthalle an der Warme. Bereits am heutigen Freitag steigt die offizielle Jubiläumsfeier um 20 Uhr im Bürgerhaus Zierenberg.

Der Verein

Die Zierenberger können dabei durchaus mit Stolz auf ihre Handball- und Vereinsgeschichte zurückblicken. In Zeiten, in denen Handball-Spielgemeinschaften (HSG) auf dem flachen Land üblich sind, hat sich der HSC seine Eigenständigkeit bewahrt. Sportlicher Höhepunkt des HSC war der Aufstieg in die Landesliga zur Saison 2002/03, in der man aber nicht sehr erfolgreich war. Heute leitet Sebastian Barthel den Verein, der rund 200 Mitglieder hat.

Die Geschichte

Handball hat in Zierenberg eine lange Tradition. Bereits im Herbst 1947 wurde gespielt: zunächst nur Feldhandball auf Plätzen in der Größe von Fußballfeldern. Die Freude an diesem Sport griff schnell um sich, sodass im November 1947 das erste Freundschaftsspiel stattfand – gegen Kassel-Nord. 1948 wurde dann der Handballclub Zierenberg als eigenständiger Verein gegründet. Nebenbei entwickelte sich auch der Hallenhandball, der vom Wetter unabhängig war. Nicht zuletzt durch das darauf folgende Ende des Feldhandballs musste sich der HSC bereits Ende der 50er-Jahre auflösen. Sechs Jahre später jedoch ließen Fred Thias und Karl Rode den Sport erneut aufleben. Sie schafften es auch, die Handballabteilung in den TSV Zierenberg zu integrieren, was Jahre zuvor gescheitert war. 1978 lösten sich die Handballer dann wieder vom TSV. Dadurch entstand der HSC.

Vertraten die Zierenberger Farben 1948: Feldhandball spielten damals (hinten von links) Margot Kräling, Ruth Dietrich, Gudrun Engel, Eva Langner, Ilse Rode, (Mitte) Ferdinande Ledderhose, Gerda Dietzel, Erna Röhr sowie (vorne) Ruth Umbach, Friedchen Folchmann und Anni Bressler.

Die Gegenwart

Heute hat der HSC mehrere Mannschaften. Aushängeschild sind die Männer, die in der Bezirksoberliga spielen. Trainer ist Thomas Dittrich, der das Amt mitten in der vergangenen Saison übernahm und für den Klassenerhalt sorgte. Ziel ist es, im Jubiläumsjahr eine gute Figur abzugeben. Die Frauenmannschaft, die in der Kreisklasse B spielt, hat mit Matthias Spangenberg einen neuen Trainer. Die beiden weiteren Mannschaften des HSC sind die männliche D-Jugend, die von Frank Meyer betreut wird, und die Mini-Mannschaft von Sandra Gritzo.

Heimspiele

Sportlich beginnt die Jubiläumssaison am Sonntag. Alle im Punktspielbetrieb vertretenen Teams spielen zu Hause. Den Anfang macht um 14 Uhr die D-Jugend gegen TV Külte II. Um 15.30 Uhr geht es weiter, wenn die Damenmannschaft gegen TV Külte spielt. Zwei Stunden später tritt schließlich die Herrenmannschaft gegen die HSG Reinhardswald an. Das Spiel gilt als richtungsweisend, kann es doch zeigen ob der HSC oben mitspielen wird oder nicht. (rax)

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