Vom Dörnberg fasziniert

Kasseler Künstler Rolf Gerner zeigt jetzt seine Werke im Kloster

Inspiriert von einer einzigartigen Landschaft: Rolf Gerner vor einem seiner Gemälde.

Burghasungen. Nicht nur beim Malen sind es die feinen Details, auf die der Kasseler Künstler Rolf Gerner besonders viel Wert legt. Auch bei seiner am Sonntag startenden Ausstellung im Museum Kloster Hasungen ist das so.

Deshalb ist auch der Aufbau für ihn mit der Positionierung des letzten Bildes im oberen Stock noch längst nicht abgeschlossen. „Es braucht noch eine Kleinigkeit“, sagt er und inszeniert am großen Fenster in der Ecke eine romantisch anmutende Malszenerie aus hölzerner Staffelei mit Leinwand, an der ein alter Strohhut baumelt.

Ein kleiner Hocker, ein Glas mit Pinseln und eine Blechdose voller Farbtuben machen das Bild perfekt. Gerner könnte so tatsächlich hier und da auch einmal rund um den Dörnberg anzutreffen sein, wo er ganz besonders gern unterwegs ist. „In den vergangenen 40 Jahren hat es mich immer wieder dort hingezogen, ich lassen mich einfach gern von dieser einzigartigen Landschaft zu Bildern inspirieren.“

Inspiriert von einer einzigartigen Landschaft: Rolf Gerner vor einem seiner Gemälde.

Das glaubt man ihm beim Blick auf die rund 30 Gemälde nur zu gern, die er im Zierenberger Ortsteil unter dem Titel „Faszination Dörnberg“ präsentiert. Bis auf einige wenige Ausnahmen zeigen diese verschiedene Ansichten und Details von den Helfensteinen, der Wichtelkirche, dem kleinen und großen Dörnberg. Dabei bleibt es dann doch eher die Ausnahme, dass er sich zu seinen Exkursionen mit Leinwand, Pinsel und Farben unterm Arm aufmacht, seine Kamera allerdings hat er immer dabei. „Es sind mit der Zeit unzählige Fotos entstanden, die ich daheim in meinem Atelier zu Zeichnungen, Aquarellen und auch Ölbildern verarbeite, nur wenige male ich tatsächlich vor Ort,“ so Gerner.

Wo und wie auch immer er seine Dörnbergmotive auf Leinwand bringt, sie wissen zu faszinieren, und das in den Räumen des Museums vielleicht noch ein klein wenig mehr als sonst. „Die besondere Lage des Klostermuseums vis-à-vis des Dörnbergs hat mich gleich fasziniert, vor allem die hohen Museumsfenster mit Blick auf den Dörnberg bieten einen wunderbaren Rahmen für meine Bilder.“

Nun hoffe er, den Betrachtern seiner Gemälde im Rahmen der Ausstellung im Museum Kloster Hasungen etwas von der Poesie und Schönheit, aber auch von der Dramatik dieser so besonderen Landschaft vermitteln zu können, die ihn selbst mit ihren almartigen Weiden, bizarren Felsgebilden, Tälern, Hügeln, Wachholderhängen und den unzähligen feinen Details so sehr fasziniert.

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