Besucher können auf dem Dörnberg in die Geschichte eintauchen

Die Kelten kommen im September wieder

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Hämmern fürs staunende Publikum: Bald geben die fleißigen Handwerker beim Keltenfest auf dem Dörnberg wieder den Ton an und lassen das Leben vergangener Zeiten aufleben. Unser Foto entstand im vorigen Jahr.

Zierenberg. Eine „interessante Mischung aus authentischer Keltenerfahrung und modernen Angeboten“ verspricht Kreispressesprecher Harald Kühlborn für die zweite Auflage des Keltenfestes am Wochenende des 9. und 10. September auf dem Hohen Dörnberg.

Gemeinsam veranstaltet von Landkreis und Zweckverband Naturpark Habichtswald, sollen dann auch wieder sogenannte Reenactment-Gruppen zu Füßen der Helfensteine lagern, die auf die Zeit der Kelten von 800 vor Christus bis zur Zeitenwende spezialisiert sind und das Leben vergangener Zeiten wieder aufleben lassen.

Mit dabei: der Förderverein für keltisch-eisenzeitliche Geschichte „Cernunnos Celtoi“, der einen Stamm der Vindeliker darstellt, der sich im mittelfränkischen Raum verbreitet hatte. Schwerpunkte sind Tracht, Schmuck und Bewaffnung aus dem fünften bis ersten Jahrhundert vor Christus. Im authentischen Lagerleben können Besucher beim Brettchenweben, Nadelbinden, Wolle färben, Laternenbau und Bogenschießen dabei sein.

Harald Kühlborn

Auch die Treveromagos haben sich angekündigt. Abgeleitet vom keltischen Stamm der Treverer und im Saarland beheimatet, vermitteln und zeigen sie in ihrem Keltendorf mit Feuerstelle das Handwerk der Latènezeit von Schmiede, Töpfern, Bogenbau über Textilarbeiten und Holz bis hin zur Verköstigung. Außerdem erstmals auf dem Dörnberg zu Gast: Skâliesus Cambiare, die sich ebenfalls auf die Latènezeit konzentrieren.

„Wie im vergangenen Jahr werden wir wieder die authentischen und modernen Angebote trennen“, kündigt Kühlborn an. So sei geplant, die keltischen Gruppen rechts der Straße zum Hohen Dörnberg gegenüber dem Naturparkzentrum (NPZ) anzusiedeln, die anderen Stände auf dem Gelände des NPZ. Dass es da auch ums Mitmachen gehen wird, betont Yvonne Prekop von der Agentur Kreatyv, die die Veranstaltung koordiniert.

Faszination des Feuers

Die Schmiede Hemeln bietet eine wunderbare und urtümliche Erfahrung an, die Faszination des Feuers mit glühendem Eisen und singendem Amboss.“ Damit nicht genug, gehören auch die Keramikherstellung wie in der Eisenzeit sowie jede Menge Essens- und Getränkeangebote zum Programm des zweiten Septemberwochenendes.

Die Kelten tranken Met, aber kannten auch Bier – beides darf beim Keltenfest laut Kühlborn nicht fehlen, der noch dazu eine echte Welturaufführung ankündigt: „Die Kasseler Komponistin und Cellistin Regine Brunke widmet dem Keltenfest eine eigene Komposition – „Taranisbelisama“ für Violincello und Zuspielband mit Naturgeräuschen, Bogenschwirren, Schmiedegeräuschen und Tierstimmen.“

Das Werk werde jeweils zur vollen Stunde aufgeführt, im Anschluss seien am Samstag Auftritte des norddeutschen Duos „O’Carolan’s Delight“ mit keltischer Folk Music aus Irland und Schottland geplant, am Sonntag Musik aus keltischen Ländern für Harfe, Vihuela (spanisches Zupfinstrument) und Gitarre mit dem Duo Arandil aus Kassel.

Passende Händler, die das Programm abrunden möchten, können sich jetzt noch online unter www.kreatyv.de bewerben. 

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