Täglich mehrere Patienten

Claudia Treude bietet Krankengymnastik für Vierbeiner in Zierenberg an

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Beginn jeder Therapie: Zunächst beginnt Claudia Treude mit Massagen für die Hunde, damit sich die durch Fehlstellungen verspannte Muskulatur lockert.

Zierenberg. Nach Operationen an Gelenken und Knochen, bei Arthrose oder nach einem Bandscheibenvorfall - bei diesen Erkrankungen und Verletzungen rät der Arzt oft zur Physiotherapie. Und was dem Menschen hilft, ist auch für den Hund nicht unwichtig.

„Hunde haben ein ähnliches Schmerzempfinden wie wir und benötigen auch Physiotherapie, um wieder gesund zu werden oder Krankheiten vorzubeugen“, erklärt Claudia Treude.

Die Frau aus Zierenberg muss es wissen: Seit einem Jahr betreibt sie in ihrem Heimatort eine Praxis, die Massagen, Training und Gymnastik für Vierbeiner anbietet. Treude ist studierte Biologin und arbeitet im Klinikum in Kassel. Vormittags. Nachmittags kümmert sie sich um die Hunde in ihrer Praxis, die sie sich im eigenen Haus eingerichtet hat.

Eigener Dackel war krank 

Angefangen hat für Treude alles vor sechs Jahren, als ihr eigener Dackel einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte. „Wir haben ihn damals in Hannover operieren lassen. Der Arzt hat uns danach zur Krankengymnastik geraten“, sagt Treude. Das habe sehr gut angeschlagen, aber die behandelnde Therapeutin musste ihr Angebot einschränken. „Da unser Dackel nach der Operation dauerhaft Krankengymnastik brauchte, weil ein Bein gelähmt war, habe ich dann selbst mit der Ausbildung zur Physiotherapeutin begonnen“, erzählt Treude.

Ein Jahr benötige man ungefähr bis man fertig sei. Dafür gebe es zwei verschiedene Ausbildungssysteme. Bei dem einem müsse man als Voraussetzung Tierarzthelfer sein, beim anderen eine abgeschlossene Berufsausbildung als Grundlage haben. Per Fernausbildung machte Claudia Treude ihren Abschluss.

Momentan habe sie täglich zwei bis drei Hundepatienten bei sich. „Ich therapiere gerade mehrere Hunde mit Bandscheibenvorfällen und bekomme bald einen mit Arthrose. Der ist erst vier Jahre alt und eigentlichnoch zu jung, um operiert zu werden. Durch die Behandlung kann die Operation jetzt erstmal aufgeschoben werden“, berichtet Treude. Dabei arbeite sie immer eng mit den Tierärzten zusammen, da nur diese die richtigen Diagnosen stellen könnten.

Wichtig für die Behandlung sei das Vertrauen zum Tier. Deswegen nehme sie sich am Anfang immer sehr viel Zeit, um die Hunde näher kennenzulernen. „Jeder Hund braucht erstmal ein bisschen, bis er sich auf die Behandlung einlässt. Problemfälle hatte ich bis jetzt aber noch nicht“, so Treude.

Von Maximilian Bülau

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