Kreisstraße nach Escheberg wird für 2,5 Mio. Euro erneuert

Schmal und voller Löcher: Die Kreisstraße 87 zwischen Escheberg und Zierenberg-Oberelsungen wird in diesem Jahr verbreitert und runderneuert. Im April sollen die Arbeiten beginnen und nach gut fünf Monaten abgeschlossen sein. Foto:  Norbert Müller

Escheberg. Es ist die größte Straßenbaumaßnahme des Landkreises Kassel in diesem Jahr. Die K 87 soll breiter und damit sicherer werden. Während der Bauarbeiten ist sie voll gesperrt.

Eine der schmalsten und löchrigsten Straßen im Landkreis wird ab dem Frühjahr saniert. Die Kreisstraße 87, die den Zierenberger Stadtteil Escheberg und die Landesstraße bei Zierenberg-Oberelsungen verbindet, ist auch Hauptverbindung zum Golfplatz Escheberg und Teil der Querachse von Hofgeismar ins Wolfhager Land.

Es ist die größte Straßenbaumaßnahme des Landkreises Kassel in diesem Jahr. Landrat Uwe Schmidt war am Mittwoch nach Gut Escheberg gekommen, um zusammen mit Mitarbeitern von Hessen Mobil das geschätzt rund 2,5 Millionen Euro teure Projekt vorzustellen. Schmidt: „Aus dem Kreishaushalt fließen rund 700 000 Euro in den Ausbau.“ Der Rest komme als Zuschuss aus dem Landeshaushalt.

Die Arbeiten an der 2,6 Kilometer langen Strecke werden unter Vollsperrung ausgeführt. Angesichts der geringen Straßenbreite habe man keine andere Möglichkeit, erklärte Ferdinand Weber, Regionalbevollmächtigter für Nordhessen von Hessen Mobil.

Auch wenn die eigentlichen Bauarbeiten voraussichtlich erst im April beginnen werden, müssten die Kraftfahrer, die die Strecke nutzen - laut einer Verkehrkehrszählung sind das täglich mehr als 700 - schon ab kommender Woche zunächst vorübergehend Umwege in Kauf nehmen: Am Montag wird mit dem Fällen von rund 60 Bäumen entlang der Strecke begonnen. Die Sperrung wird bis maximal 6. Februar Bestand haben.

Da die Straße - wo es machbar ist - auf 5,25 Meter verbreitert werden soll, müssen Straßenbäume weichen. Weber betonte aber: „Das Landschaftsbild bleibt erhalten.“ Webers Kollegin Susanne Rost, die für die Planung verantwortlich zeichnet, erklärte, dass man auf die alten Allee-Bäume Rücksicht nehmen werde. Man werde nicht durchgehend verbreitern. Es werden auf jeden Fall zwei Engstellen bleiben, eine 100 Meter lange, die andere erstreckt sich über 80 Meter. Rost: „Beidseitig stehen dort mehrere alte, gewaltige Bäume, die müssen auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Naturschutzbehörde hat auf den Erhalt der alten Bäume bestanden.“

Insgesamt gingen 2100 Quadratmeter Wald verloren, so Planerin Rost weiter. Dafür werde es Ausgleichmaßnahmen geben. Die wichtigste: In einem 1050 Meter langen Abschnitt beim Escheberger Teich werde beidseitig eine neue Amphibienleitanlage errichtet, die vor allen die vielen Kröten dort bei ihrer Wanderung vor dem Überfahrenwerden bewahren werde.

Escheberg und der Golfplatz können während der Vollsperrung über die Kreisstraße 88 erreicht werden, die zwischen Breuna und Niederlistingen beginnt.

Von Norbert Müller

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