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Kurort Burghasungen: Geschichte und Landschaft

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© Archivbild: Norbert Müller

Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ haben Schüler der Klasse G9b der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg über den Kurort Berghasungen geschrieben

Burghasungen. Die Pilgerstätte Hasungen war nicht irgendeine, sondern die zweit größte Deutschlands zu ihrer Zeit. Eine Legende besagt, dass der Wanderprediger  Heimrad bei seinen Messen Kranke heilte.

Das Dorf Zierenberg -Burghasungen hat eine lange Vergangenheit, die jedoch erst mit dem Lebenslauf Heimrads beginnt. Als Erstes stellt sich jedoch die Frage: Wer ist überhaupt der Heilige Heimrad?

Alle Informationen über ihn finden wir in der Vita Heimradi, dem Lebenslauf Heimrads. Der Heilige Heimrad war ein Wanderprediger und bereiste Orte wie Jerusalem und Rom. Auf der Suche nach einem neuem Wohnort sah er den Hasungerberg, der fälschlicherweise Burghasungerberg genannt wird, was jedoch nicht stimmt, da er ebenso zu

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Der Bergteich auf dem Hasunger Berg. © nh

Altenhasungen und Wenigenhasungen gehört.

Als er diesen Berg erblickte, erinnerte er sich an die Berge in Jerusalem und entschied sich hier zu bleiben. Er fragte die Burghasunger Bürger, ob es in Ordnung sei, dass er hier bleiben dürfe. Mit dem Einverständnis der Bürger baute er sich eine Hütte auf dem Berg. Ein Mythos besagt, dass diese an der gleichen Stelle wie die heutige Kirche stand. Von nun an lebte und predigte er in Burghasungen. Er lebte ein sehr schlichtes Leben. Er aß nur, wenn ihm Dorfbewohner Essen brachten, weshalb er öfter tagelang hungerte. 1019 starb er dann. Seitdem sind 1017 und 1019 Jubiläumsjahre.

Nach seinem Tod begann eine Bewegung von Pilgern auf dem Berg, da an seinem Grab angeblich Wunderheilungen

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Das Grab des Heimrads mit Blick auf die Region Habichtswald. © nh

geschahen. Wenig später bemerkte das Bistum Mainz dies und baute eine Pilgerstätte, da sie der Meinung waren, dass diese Leute ungeschützt vor Verbrecher auf sich allein gestellt waren. Die Pilgerstätte wurde zur zweitgrößten Deutschlands und gewann schnell Einfluss. 1021 wurde die erste kleine Kirche mit Klostergebäude errichtet. Als Folge dessen errichtete man 1074 eine Steinkirche. Diese Kirche wechselt 1081 zum Orden der Benediktiner, womit auch der Klosterbau und der zugehörigen Klosterschule beginnt. Auf diese Schule ging auch Heinrich der Erste, ein Enkel der heiligen Elizabeth. 1293 errichtet er die Stadt Zierenberg. Die Pilgerstätte verlor an Besucher und eine Einnahme des Klosters ging verloren. 1527 wurde das Kloster aufgehoben.

Heute steht nur noch der Glockenturm, der im 20. Jahrhundert vom Blitz getroffen wurde. Seit 2006 ist Burghasungen im Dorferneuerungsprojekt, das dafür sorgte, dass man die Ausstellung vom Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus in das neu gebaute Museum bringen konnte.

Heute sieht man vom Kloster nur noch die

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Die Turmruine des ehemaligen Klosters Hasungen. © nh

Ruine des Turms, was jedoch nicht heißt, dass es nicht ein Ort ist, den man nicht sehen muss. Vom Berg aus sieht man die Stadt Zierenberg und Wolfhagen und viele kleinere Dörfer wie Oelshausen und Dörnberg. Wenn man den Eselspfad folgt steht man nach kurzer Zeit vor der Bergbühne. Hier werden jedes Jahr ein oder mehrere Theaterstücke vorgespielt.

Von Patrick Wenzel

Anmerkung: Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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