Festliche Feier

Leutzewarter Bruderschaft Zierenberg feierte 359. Jahresfest

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Unverzichtbar beim Jahresfest: Gewürfeltes Brot, Kuchen und Kaffeekessel präsentieren hier das Tags darauf abgelöste Vorsteher-Ehepaar Astrid und Andreas Spohr gemeinsam mit Tochter Theresa Spohr-Schmidt (Mitte), der sogenannten Kaffeeschwester.

Zierenberg - Drei Tage lang feierte die Leutzewarter Bruderschaft Zierenberg ihr 359. Jahresfest mit alten Tänzen und traditionellen Liedern. 

Die einstige Notgemeinschaft hat mehr als dreieinhalb Jahrhunderte überdauert. Dass in der Leutzewarter Bruderschaft Zierenberg auch der Gemeinschaftsgeist lebendig geblieben ist, bewies ihr Jahresfest. Drei Tage lang stand das Bürgerhaus im Zeichen der ganz und gar der Tradition verpflichteten Zusammenkunft.

Zum 359. Mal feierten die Brüder und Schwestern mit Kindern und Gästen bei alten Tänzen und traditionellen Liedern. Zur Stärkung diente der unverzichtbare Leutzewärter Schinken, gewürfeltes Brot mit Kümmel und Salz, ebenso wie der obligatorische Streuselkuchen.

Zum Auftakt am Donnerstagabend blieben die 60 männlichen Mitglieder der Bruderschaft beim Bieraufschroten, der traditionellen Probe des Getränks, noch unter sich. Die sich am Freitagvormittag anschließende Generalversammlung leitete Herbert Müller in seiner offiziellen Funktion als Sprecher, bevor die Bruderschaft in Begleitung der Kapelle „Kasseler Jäger“ zum Fußmarsch durch die Stadt aufbrach.

Festliche Feier mit Tänzen und Gesang

Traditionell halt machte der Tross zunächst bei Bürgermeister und Bäcker, denen ein Ständchen gespielt wurde. Nach altem Brauch wurden anschließend Untervorsteher Karl-Heinz Pfläging, Kaffee und Kuchen bei der sogenannten Kaffeeschwester Theresa Spohr-Schmidt und das Vorsteher-Ehepaar Andreas und Astrid Spohr abgeholt.

Auf die Rückkehr der Brüder warteten im Bürgerhaus ihre Frauen und Kinder. Das Beisammensein zur Kaffeestunde versüßte der traditionelle Streuselkuchen.

Den festlichen Teil bildete der Freitagabend bei Tänzen und Gesang. Der volkstümliche Kolonnentanz Tampete eröffnete das gemeinsame Vergnügen. Das Kurorchester Kassel-Wilhelmshöhe begleitete die Bruderschaft durch den langen und fröhlichen Abend.

Bekanntgabe des neuen Vorsteher-Ehepaars

Zum Auftakt hatte der scheidende Vorsteher Andreas Spohr augenzwinkernd erklärt, im 28. Jahr seiner Mitgliedschaft als Verantwortlicher an ihrer Spitze die Bruderschaft aus einer neuen Perspektive kennengelernt zu haben. Als herausragendes Ereignis bleibe ihm der Festzugsbeitrag zum Stadtjubiläum in Erinnerung.

Spohrs Dank an alle Mitwirkenden schloss sich auch Bürgermeister Stefan Denn an. Ein heiteres und besinnliches Grußwort sprach für die katholische Kirchengemeinde Pfarrer Marek Prus.

Seit Samstagmittag, so sehen es die Statuten vor, hat die Leutzewarter Bruderschaft ein neues Vorsteher-Ehepaar: Für ein Jahr liegt die Verantwortung nun bei Waltraud und Karl-Heinz Pfläging.

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