Mit der Bratwurst zum Sieg

Matthias Rempel bei Wettkämpfen im Fliesenhandwerk ganz vorn

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Spaß am Job: Matthias Rempel arbeitet nach seinem erfolgreichen Abschneiden auf Bundes- und Landesebene weiter bei Fliesen Schaub. Unser Foto entstand bei einem Kunden in Naumburg. Rechts im Bild: Bratwurst mit Senf: Mit der ungewöhnlichen Fliesengestaltung punktete Matthias Rempel beim Bundeswettbewerb in Erfurt.  

Oberelsungen/Balhorn. Eine Thüringer Bratwurst mit Senf und eine Deutschlandflagge haben ihn nach ganz oben katapultiert.

Der 19-jährige Fliesenleger Matthias Rempel ist beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks erst Landessieger geworden und landete beim Bundesentscheid auf Platz zwei.

Beim Bundesentscheid mussten die Auszubildenden eine Wand mit besagter Bratwurstoptik aus Fliesen gestalten. Der Balhorner lacht heute noch, wenn er von der ungewöhnlichen Dekoration erzählt.

Einfach sei es nicht gewesen und kleinteilig dazu. Ihm habe geholfen, dass er bei seiner Arbeit schon immer penibel war. Das war auch unter anderem die Botschaft, die in seiner Ausbildung Priorität hatte: „Genaues und sauberes Arbeiten ist uns im Betrieb sehr wichtig“, sagt Fliesenlegermeister Frank Korth, der sehr stolz auf seinen Mitarbeiter ist. Er habe ihn vieles ausprobieren lassen, um seine Selbstständigkeit zu fördern. Aber natürlich bringe Rempel einfach eine Menge Können selbst mit. 16 junge Menschen hat die Firma Schaub schon ausgebildet.

Die handwerkliche Begabung liegt bei dem jungen Fliesenleger in der Familie: „Bei uns hat jeder was mit Handwerk zu tun, mein Vater ist zum Beispiel Klempner“, sagt er.

Als er sich um eine Ausbildungsstelle bewarb, bekam er zunächst einige Absagen, weil den Betrieben der Hauptschulabschluss nicht ausreichte. Bei Fliesen Schaub, wo er sich ebenfalls vor drei Jahren beworben hatte, sah man das anders: „Da sieht man wieder, dass der Schulabschluss über die späteren Fähigkeiten im Beruf gar nichts aussagt“, meint Chefin Carmen Schaub-Korth.

Mit den Wettbewerben schloss Matthias Rempel jetzt seine dreijährige Ausbildungszeit ab und arbeitet seit Kurzem als Geselle. Fliesen Schaub hat den erfolgreichen Mitarbeiter gern übernommen, der aufgrund seiner sehr guten Leistungen ein Stipendium für die Meisterschule erhalten hat. Sein Arbeitgeber ermöglicht ihm, das neben seinem Job zu machen. „Ich werde künftig drei Tage im Betrieb und zwei Tage in der Schule sein“, so der junge Balhorner. Knapp zwei Jahre dauert die Ausbildung.

Was danach kommt weiß er heute noch nicht. Möglichkeiten hat er im Handwerk jedenfalls viele.

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