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Mehr Erzieher für Zierenberger Kindergartenkinder

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Von: Monika Wüllner

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Die Kindertagesstätte Kitz in Zierenberg: Um Personal vor einer dauerhaften Überlastung zu schützen und Kindern eine entsprechende Betreuung zu bieten, will die SPD Zierenberg Personal der Kitas aufstocken.
Die Kindertagesstätte Kitz in Zierenberg: Um Personal vor einer dauerhaften Überlastung zu schützen und Kindern eine entsprechende Betreuung zu bieten, will die SPD Zierenberg Personal der Kitas aufstocken. © monika wüllner

SPD fordert Aufstockung der Betreuung in Kindertagesstätten in Zierenberg.

Zierenberg – Die SPD in Zierenberg stellt am heutigen Montag in der Stadtverordnetensitzung einen Antrag, um weitere Erzieherinnen in Kindertagesstätten einzustellen. Drei Stellen sollen zunächst befristet sein, dann aber in den Stellenplan für das Jahr 2023 aufgenommen werden.

Begründet wird der Antrag der Sozialdemokraten mit der seit Monaten angespannten personellen Situation in den Kitas der Stadt Zierenberg und einer kontinuierlichen Verschlechterung. In den vergangenen Jahren sei zwar formal die Besetzung der Kitas, mit den pauschal in Zierenberg angesetzten 2,25 Stunden für die mittelbaren pädagogischen Zeiten, gewährleistet gewesen, allerdings sei dies nur durch den Einsatz von FSJ-Kräften (Freiwilliges Soziales Jahr) und Auszubildenden möglich gewesen. Dennoch sei es insbesondere auch durch Langzeiterkrankungen immer wieder zu ernsthaften Engpässen gekommen. Der rechnerische Personalbedarf der Kitas setzt sich aus dem Mindestpersonalbedarf, den mittelbaren pädagogischen Zeiten sowie der Personalausstattung für Integrationsmaßnahmen zusammen. Grundlage dafür ist das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB).

Die genauen Berechnungen für den Mindestbedarf für die Betreuung und den Ausfallzeiten hat die SPD in ihrem Antrag unter die Lupe genommen. In diese Berechnung fließen mittelbare pädagogische Zeiten und Empfehlung der Jugendämter ebenso mit ein wie auch Integrationsmaßnahmen.

Bei der Berücksichtigung aller Punkte seien Defizite zwischen 36,75 und 60,81 Stunden nachweislich. In den Berechnungen fehlt noch die Anzahl der geflüchteten Kinder aus der Ukraine, die Wiederbesetzung von FSJ- und Ausbildungsstellen und die Entwicklung der Integrationsmaßnahmen.

Deshalb empfehlen die Sozialdemokraten, die defizitären Stunden auf drei Erzieherinnen aufzuteilen. Hier bestehe die Möglichkeit der Einstellung mit Sockelstunden sowie Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit nach Bedarf. Ziel sei eine flexiblere Anpassung bei Veränderungen und es gelte eine Überbelastung des Personals auf Dauer zu verhindern. Das sei bisher nur durch den großen Einsatz von Eltern möglich gewesen, heißt es in dem Antrag der SPD. (Monika Wüllner)

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