Kunst-Ausstellung

Neue Ausstellung ab Sonntag im Museum Kloster Hasungen

Vinzenz Hahn (links) und Helmut Mander freuen sich auf die gemeinsame Ausstellung.
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Zwei des Dreiklangs: Vinzenz Hahn (links) und Helmut Mander freuen sich auf die gemeinsame Ausstellung.

Die Figuren von Vinzenz Hahn und die Bilder von Helmut Mander und Anne Siebert wachsen zu einer Ausstellung zusammen. Zu einem Dreiklang – ohne Ton und ohne Konkurrenzdruck.

Burghasungen – Dass sie sich verstehen und ihnen Konkurrenzdruck untereinander mehr als fremd ist, das merkt man schnell, wenn Vinzenz Hahn und Helmut Mander bei der Vorstellung ihrer neuen Gemeinschaftsausstellung immer wieder die Werke von Kollegin Anne Siebert in den Fokus rücken, obwohl – oder gerade weil – sie selbst nicht anwesend sein kann.

Anne Siebert, Künstlerin

Sie scheint zu wissen, dass sie sich auf ihre Mitstreiter verlassen kann, nicht umsonst haben die drei ihren gemeinsamen Auftritt im Museum Kloster Hasungen mit dem Titel „Dreiklang ohne Ton“ überschrieben.

Die Bilder sprechen für sich

„Zusammen funktionieren wir gut, das haben wir schon in der Vergangenheit erfahren dürfen“, erklärt Mander den Dreiklang, während er mit Hahn die Bilder der Kollegin begutachtet und über deren verschiedene Stilmittel philosophiert. „Die sprechen alle für sich“, findet er auch für das „ohne Ton“ die passende Erklärung.

Mit den Jahren allerlei verschiedene Techniken ausprobiert, fühlt sich die Westufflerin heute im Bereich Collage und Relief sichtbar am wohlsten, experimentiert aber immer auch gern mit Neuem wie aktuell der Nature Art, die es ihr ermöglicht, ihre Leidenschaften Sport, Kunst und Naturerlebnisse zu verbinden.

Mit Mander verbindet sie ganz offensichtlich der Hang zur Farbe Blau, denn auch der Burghasunger hat sie in vielen seiner aktuellen Werke aufs Papier gebracht.

Einflüsse aus Afrika

Ob Azur-, Himmel- oder Ultramarinblau, die Lieblingsfarbe strahlt in den unterschiedlichsten Facetten von den Wänden des Klostermuseums. Bislang meist mit seinen Skulpturen, Plastiken und Objekten aufgefallen, begeistert Mander aktuell nämlich auch mit Bildern, auf denen er häufig seiner Liebe für Figuren treu bleibt. Fremde Kulturen haben es ihm da besonders angetan, vor allem der Spirit Afrikas ist da nicht zu leugnen.

Dass einem einige der gezeigten Werke bekannt vorkommen, mag daran liegen, dass Mander während der ausstellungsfreien Lockdownmonate die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke für sich entdeckt hat und nun regelmäßig seine Kunst in die virtuellen Weiten des Internets schickt – mit Erfolg. „Ich habe da schon allerhand verkauft“, freut er sich und erntet ein Schmunzeln von Kollege Hahn.

Alte Heizkörper, riesige Kuhglocken oder alte Scheren

„Ich habe die ruhigen Pandemiemonate eher fürs Gegenteil genutzt“, sagt er lachend und gibt zu, im Internet das ein oder andere Stück für seine Objektkunst erstanden zu haben. Viel habe sich da mit der Zeit angesammelt, wovon ein Großteil nun im Museum des Zierenberger Stadtteils zu sehen und auch zu erwerben ist.

Ob alte Heizkörper, riesige Kuhglocken oder alte Scheren, Hahn fügt Ausgedientes zu Neuem zusammen. Da wird ein altes Miniwaffeleisen zum Froschkönig, die dazugehörige Prinzessin erhält ihren zarten Körper aus alten Rohlingen einer Schafschere, und die gewaltige, bei Google ersteigerte Kuhglocke wird mit allerlei ausgedientem Kleinkram zu neuem Leben erweckt.

Alles zusammen, Hahns Figuren und die Bilder von Mander und Siebert, wachsen ganz nebenbei zu einer fantastischen Ausstellung zusammen, zu einem Dreiklang nicht nur ohne Ton, sondern auch ganz ohne Konkurrenzdruck. (Sascha Hoffmann)

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