Nachfolger von Ute Walter

Lars Grenzemann ist neuer Leiter der Elisabeth-Selbert-Schule Zierenberg

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Das Leitungsteam der Elisabeth-Selbert-Schule ist wieder komplett: Förderstufen- und Gymnasialzweigleiterin Karin Neusüß (von links), Karsten Engel (stellvertretender Schulleiter), Lars Grenzemann und Haupt- und Realschulzweigleiterin Nadine Bernecker.   

Zierenberg. Das Leitungsteam der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg ist wieder komplett. Lars Grenzemann ist der neue Leiter und  freut sich auf seine neuen Aufgaben.

Lebendig, neugierig und offen sei er schon als Schüler gewesen, sagt Lars Grenzemann. Eigenschaften, die sich der 50-Jährige bis heute erhalten hat und mit denen er nun seinen neuen Aufgaben als Schulleiter der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) begegnen möchte.

Der Oberstudienrat tritt in die Fußstapfen von Ute Walter, die im vergangenen Jahr die Gesamtschule verlassen hatte und heute eine Schule in ihrer Heimat Eschwege leitet. Wie ihr Nachfolger seine ersten Tage in der Warmestadt erlebt hat und was er sich als neuer Chef der ESS vorgenommen hat, darüber hat er im Gespräch mit unserer Zeitung Auskunft gegeben.

Neue Schule, neue Eindrücke: Wie haben Sie Ihr neues Arbeitsumfeld in den ersten Tagen erlebt?

Lars Grenzemann: Das Umfeld der Elisabeth-Selbert-Schule liegt wunderbar im Grünen, also ein Ort, an dem man gerne arbeiten möchte. Natürlich gibt es auch einiges zu tun. Die Fassade beispielsweise ist sanierungsbedürftig, und auch die Klassenräume im Obergeschoss gilt es zu renovieren und für die nächsten Schülergenerationen modern herzurichten. Die naturwissenschaftlichen Räume und auch die sanitären Anlagen im Erdgeschoss sind bereits komplett erneuert worden und ich bin sehr optimistisch, dass sich in der nächsten Zeit noch einiges positiv verändern wird.

Was war Ihr erster Eindruck von der Schulgemeinschaft?

Beim ersten Betreten des Gebäudes sind mir die Schüler aufgeschlossen, höflich und freundlich begegnet. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Auch den vorauseilenden Ruf eines engagierten Kollegiums kann ich nur bestätigen, ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Beim ersten Elternstammtisch empfingen mich zudem interessierte Eltern, aus einem kurzen Info- und Vorstellungsgespräch entstand ein kurzweiliger Dreistundenaustausch.

Warum haben Sie sich für einen Wechsel nach Zierenberg entschieden?

Der Elisabeth-Selbert-Schule eilt neben dem naturnahen Standort der Ruf einer offenen und angenehmen Schulgemeinde und eines engagierten Kollegiums voraus.

Als kooperative Gesamtschule im Landkreis untersteht sie dem Landkreisträger mit anderen Ressourcenmöglichkeiten als die Schulen im städtischen Bereich, sodass Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden und auch notwendig sind. Die anstehenden Aufgaben wie Standortsicherung und Weiterentwicklung der Schule zu einem nach modernen Verständnis breiten, differenzierten Bildungsangebot für alle Schüler sind herausfordernd und können meiner Einschätzung nach mit Beteiligung der Eltern sowie der Kooperationspartner im kleinen Schulverbund und unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessenlagen gut gelingen.

Bei Ihrer Begrüßung gab es jetzt deutliche Signale seitens des Schulträgers, den Schulstandort Zierenberg zu stärken und zu erhalten. Was können Sie dazu beitragen? Haben Sie bestimmte Ziele oder etwas, was sie verändern wollen?

Die Bevölkerung der Stadt Zierenberg und der umliegenden Dörfer hat die besten Voraussetzungen für eine interessante, ortsnahe und zeitgemäße Bildungslandschaft. Der Standort mit all seinen Beteiligten kann wesentlich individueller als ein größeres System auf die heutigen Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen. Als Schulleiter möchte ich in der Kommunikation mit allen Beteiligten – den Schülern, den Eltern, der Lehrerschaft – einen modernen Lehr- und Lernort entwickeln und dieses Ziel gemeinsam verfolgen. Letzten Endes entscheidet die Bevölkerung über diesen Standort – ich bin optimistisch, dass dieser seine verdiente Anerkennung erhält.

Wollten Sie schon immer Lehrer werden?

Ich muss ein Lehrergen haben, denn schon meine Großmutter war Lehrerin. Meine Eltern sind beide Pädagogen und als Kind, da gab es noch Samstagsunterricht, war es für mich das Größte, wenn ich in der letzten Reihe „hospitieren“ durfte. Mein Entschluss stand schon sehr früh fest, Lehrer ist und bleibt mein Traumberuf.

Was machen Sie, wenn Sie sich vom Schulalltag erholen möchten?

In meiner Freizeit fahre ich gern Rad, beispielsweise durch das schöne Warmetal, ein echter Geheimtipp in der Radszene. Außerdem musiziere ich gern, wenn auch momentan zu wenig, und unternehme viel mit meiner Familie.

Zur Person: Das ist Lars Grenzemann

Lars Grenzemann (50) lebt gemeinsam mit seiner Frau und zwei Söhnen am nordwestlichen Ortsrand von Kassel. Nach dem Abitur am Kasseler Goethegymnasium folgte ein Lehramtsstudium für Gymnasien in Kassel und an der Musikhochschule in Frankfurt sowie sein Referendariat am Goethegymnasium. 

Zu seinen bisherigen beruflichen Stationen zählt eine kooperative Gesamtschule in Frankfurt, das Goethegymnasium in Kassel, die Gesamtschule Fuldatal, das Kasseler Oberstufengymnasium Herderschule sowie die Kasseler Schule Hegelsberg, an der er fünf Jahre als stellvertretender Schulleiter tätig war. Grenzemann unterrichtet die Fächer Musik, Sport, Kunst und Mathe.

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