Zierenberg Vorreiter für ganz Hessen

Online-Zugangsgesetz: Modellkommunen liefern starkes Konzept

Digitales Rathaus in Zierenberg: Nutzer können auf der Internetseite der Stadt zu vielen verschiedenen Rubriken gelangen und sich so selbst Formulare ausdrucken und ausfüllen.
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Digitales Rathaus in Zierenberg: Nutzer können auf der Internetseite der Stadt zu vielen verschiedenen Rubriken gelangen und sich so selbst Formulare ausdrucken und ausfüllen.

Sieben Tage die Woche und rund um die Uhr, entweder bequem von zuhause aus oder mobil auf dem Smartphone: Die Digitalisierung soll Einwohnern den Zugang zum Rathaus erleichtern. Bis zum Jahr 2022 müssen Kommunen das Online-Zugangsgesetz (OGZ) umgesetzt haben.

Zierenberg – 15 wegweisende Pilotprojekte wurden jetzt für die Digitalisierungsstrategie gefördert. Als „OZG-Modellkommunen“ sind Volkmarsen im Zusammenschluss mit Zierenberg, Breuna, Diemelsee, Willingen und Diemelstadt ausgewählt worden, das verkündete Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth während der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Die Fördersumme von 130 000 Euro kommt dabei dem Verbund zugute, bei dem Volkmarsen die Federführung übernommen hat.

In diesen Kommunen werden digitale Angebote rund um das Friedhofswesen sowie eine digitale Hallen- bzw. Dorfgemeinschaftshausvergabe entwickelt. Beide Angebote werden häufig nachgefragt und haben digital umgesetzt einen hohen Nachnutzungswert für Bürgerinnen und Bürger. „Einige Kommunen sind Vorreiter, denn sie entwickeln und erproben bestimmte Anwendungen modellhaft für alle anderen Städte und Gemeinden in Hessen. Letztendlich profitieren insbesondere die Einwohner von der Digitalisierung unserer Rathäuser, die dadurch moderner und serviceorientierter werden“, so Innenminister Peter Beuth, Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und Hessen-CIO Patrick Burghardt. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, sämtliche Verwaltungsleistungen bis zum Ende des Jahres 2022 digital zugänglich zu machen. Bereits heute können unter anderem über ein Standesamtsportal Geburts- und Sterbeurkunden von zu Hause aus beantragt werden.

Im vergangenen Jahr hatten sich insgesamt 22 hessische Kommunen, Landkreise und IKZ-Verbünde ihre Projekte eingereicht. Jede Bewerbung wurde unter anderem mittels der Kriterien Wiederverwendbarkeit, Regionalität sowie Nutzerfreundlichkeit bewertet. Nach der Auswahl durch den Hessischen Landkreistag, den Hessischen Städtetag sowie den Hessischen Städte- und Gemeindebund erhalten die 15 besten Konzepte aus dem Bewerberkreis eine finanzielle Förderung des Hessischen Innenministeriums. Die Liste der sich bewerbenden Kommunen umfasst dabei Großstädte, kleine Städte und Gemeinden, ganze Landkreise oder interkommunale Verbünde mehrerer Kommunen aus allen Regionen des Landes Hessen.

Neben dem Zusammenschluss der Kommunen rund um Volkmarsen gibt es im Landkreis Kassel oder auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg keine weitere Kommune, die als Modellkommune ausgezeichnet wurde. (Monika Wüllner)

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