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Radweg soll verlegt werden

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Von: Monika Wüllner

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Zwischen Zierenberg und Gut Bodenhausen muss direkt die Straße befahren werden
So idyllisch verläuft der Fernradweg nicht überall: Zwischen Zierenberg und Gut Bodenhausen müssen Radfahrer direkt die Landesstraße befahren. Das soll sich nach dem Willen der Zierenberger Stadtverordneten ändern. © Monika wüllner

Zwischen Zierenberg und Gut Bodenhausen müssen Fahrradfahrer direkt auf der Straße fahren. Deswegen wurde eine Resolution zum Ausbau des Radfernweges R4 auf den Weg gebracht

Zierenberg – Mit nur einer Enthaltung haben die Zierenberger Stadtverordneten aus SPD, CDU, ZieLe, UFW, Bündnis 90/Grüne und FDP eine Resolution zum Ausbau des Radfernweges R4 während der Stadtverordnetensitzung am Montagabend auf den Weg gebracht.

Urheber der gemeinsamen Resolution ist die Zierenberger SPD. Dr. Thomas Beneke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, erläuterte die Fakten.

Der hessische Radfernweg R4 verläuft von Bad Karlshafen auf einer Länge von mehr als 400 Kilometer in den Süden und endet in Hirschhorn am Neckar. Die Bezeichnung „Radfernweg“ lasse erwarten, dass sich der Weg nicht nur für die touristische Nutzung eigne.

Geeignet für den Radverkehr zwischen Stadtteilen, den Weg zum Arbeitsplatz oder für Familienausflüge

Vielmehr solle er auch eine sichere Radwegeverbindung auf Teilstrecken ermöglichen und sich damit für den Radverkehr zwischen Stadtteilen, den Weg zum Arbeitsplatz oder schlicht für Familienausflüge eignen.

„Der entscheidende Grund, warum das auf dem R4 nicht wirklich funktioniert, ist die Tatsache, dass der R4 in weiten Teilen unseres Stadtgebiets nicht parallel zu, sondern direkt auf Landesstraßen verläuft. Besondere Negativbeispiele liefern das Landesstraßenstück rund um das Gut Bodenhausen herum oder die Verbindung zwischen Laar und Obermeiser“, so Beneke.

Hier wurde sogar im Zuge der Straßensanierung nicht nur die Straße schmaler ausgebaut als zuvor, sondern es wurden auch Leitplanken montiert, die Radfahrern bei kritischen Begegnungsverkehr und riskanten Überholmanövern von Kraftfahrzeugen so gut wie keine Fluchtmöglichkeiten ließen.

Die erlaubten Geschwindigkeiten für Fahrzeuge auf der kurvigen Straße seien viel zu hoch

Hinzu komme, dass die für Fahrzeuge erlaubten Geschwindigkeiten dem kurvigen Straßenverlauf, dem Geländeprofil und dem Straßenzustand nicht angepasst und viel zu hoch seien, um ein sicheres Miteinander von Zweirädern und Kraftfahrzeugen zu erlauben.

Die SPD-Fraktion habe deshalb beschlossen, den hessischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister, Tarek Al-Wazir, mit der vorliegenden Resolution dringend aufzufordern, sich dieses Problems anzunehmen und schnellstmöglich dafür zu sorgen, dass der R4 soweit wie irgend möglich von den Landesstraßen entkoppelt und stattdessen auf befestigten Feld oder anderen Wegen geführt wird. (Monika Wüllner)

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