Eine der ältesten Hunderassen Frankreichs

Robert und Michel: Das Duo mit dem sanften Blick

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Tierische Gesellschaft: Robert und Antje Werner mit ihren beiden Hunden Michel (Bildmitte) und Robert. Sie gehören zur Rasse Basset Bleu de Gascogne und gelten als eine der ältesten Hunderassen Frankreichs.

Burghasungen. Ihren Blicken kann man einfach nicht widerstehen: Die Hunde Robert und Michel sind zum Verlieben - und auf dem Weg zu Titeln.

Die beiden Vierbeiner mit dem sanften Blick gehören zur seltenen Rasse „Basset bleu de Gascogne“ und gelten als eine der ältesten Hunderassen Frankreichs. Robert und Michel leben bei Antje und Rolf Werner in Burghasungen, und gemeinsam werden Rassehunde-Ausstellungen besucht. Nicht, um sich selbst darzustellen, sondern um die Hunde von anerkannten Richtern bewerten zu lassen.

Und da schneidet besonders der ältere Robert vorzüglich (V1) ab, er ist auf dem Weg zum Deutschen Champion. Aber auch der bald einjährige Michel heimste Preise in der Jüngstenklasse ein und brachte bereits zwei Bestnoten mit nach Hause. Er gilt als vielversprechend.

„Es ist gut, wenn Hunde bewertet werden und eventuell rasseuntypische oder gar krankhafte Zeichen erkannt und in einer Nachzucht verhindert werden“, sagten die Werners. Sie ärgern sich über manche Kommentare, die es nach der Rassehunde-Ausstellung in Kassel gab. „Qual-Hundevermehrer“ wurde pauschal geurteilt. Und dem widersprechen Antje und Rolf Werner vehement. Damit eine Zucht eben nicht aus dem Ruder laufe, werden Hunde durch Richter bewertet, Zuchtbücher und Ahnentafeln geführt. Dass es bei Züchtern „schwarze Schafe“ gibt, ist der Familie Werner klar. Und genau die gelte es zu entlarven. Verantwortungsvolle Züchter würden alles dafür tun, dass es ihren Tieren gut gehe. Bei Antje und Rolf Werner wird das auch dadurch deutlich, dass sie nach wie vor guten Kontakt zu den Züchtern halten. Beide Seiten haben großes Interesse daran, die Entwicklung der beiden Hunde zu verfolgen. Mitglied sind sie zudem im Club der französischen Laufhunde.

Sanfter Augenblick: Robert leckt seinem Neffen Michel die Lefzen. Der ältere Rüde hat den jungen Hund vollständig akzeptiert.

Auf diese sehr seltene Hunderasse kam Antje Werner. Nachdem die Hunde ihres Mannes gestorben waren, wollte sie wieder einen Vierbeiner ins Haus holen. Als Jugendlich besaß sie einen Basset bleu de Gascogne. Weil sie sehr gute Erfahrungen mit dieser Rasse machte, sollte es jetzt wieder so ein Hund sein. Dafür mussten sie einen weiten Weg in Kauf nehmen. Sie suchten im Internet und fanden einen Wurf in Klagenfurt am Wörthersee bei Züchterin Susanne Lang.

„Wir besuchten unseren Hund einmal und holten ihn sechs Wochen später endgültig ab. Man fährt schon mal insgesamt 4000 Kilometer für seinen Traumhund“, sagte Antje Werner. Im vergangenen Sommer holten sie dann den zweiten Rüden, Michel, aus Dänemark. Roberts Schwester hatte Welpen bei der Züchterin Birgitte Winter-Arildsen bekommen. Die Hündin war dorthin verkauft worden, und weil Familie Werner zu allen Wurfgeschwistern Roberts Kontakt hält, erfuhr sie von diesem Wurf.

Das Hunde-Duo hält ihre Besitzer ordentlich auf Trab. Ausgedehnte Spaziergänge gehören genauso zum Programm wie Training in der Hundeschule Wolfhagen. Robert, der eigentlich Ovit vom Kurath-Loch heißt, wird dort zum Mantrailing-Spürhund (Personensuche) ausgebildet. Genau wie der dänische Michel, der mit vollständigem Namen Fodnote Blue Night Shadow heißt.

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