Gastredner beim Neujahrsempfang in Zierenberg

Rolf Hocke wirbt für das Ehrenamt

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Begrüßten ihre Gäste zum Neujahrsempfang: Stefan Denn (von links) und Ehefrau Silke mit Silke und Rüdiger Germeroth. 

Zierenberg. Gastredner beim Zierenberger Neujahrsempfang war der Ehrenpräsident des Hessischen Fußballverbandes, Rolf Hocke, der zu ehrenamtlichen Engagement aufrief.

Eine ganze Menge Hände hatten Zierenbergs neuer Stadtverordnetenvorsteher Rüdiger Germeroth und Bürgermeister Stefan Denn mit ihren Frauen am Sonntag zu schütteln.

Zum mittlerweile neunten Neujahrsempfang des Warmestädtchens waren wieder zahlreiche Bürger sowie Repräsentanten des gesellschaftlichen Lebens ins Bürgerhaus gekommen, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Und das ist dem Rathauschef trotz aller Sparmaßnahmen ein wichtiges Anliegen, denn „wenn wir unsere Vereine schon nicht finanziell unterstützen können, so wollen wir sie wenigstens in diesem Rahmen würdigen“.

Waren es im vergangenen Jahr die Feuerwehren, die sich im Bürgerhaus präsentiert und die Dekoration zum Fest geliefert haben, begrüßte Denn seine Gäste diesmal zwischen Fahrrädern, Gymnastikmatten und Bällen.

Sport ist ein wichtiges Thema, nicht nur in Zierenberg, das weiß niemand besser als Gastredner Rolf Hocke. Der Ehrenpräsident des Hessischen Fußballverbandes referierte passend zum Thema „Sport und Ehrenamt“. Er animierte seine Zuhörer, ihre guten Vorsätze zum neuen Jahr kritisch zu hinterfragen. „Es kann darum gehen, mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Süßigkeiten zu essen oder vielleicht auch mal das Handy auszuschalten, es kann aber auch darum gehen, sich im neuen Jahr vermehrt ehrenamtlich zu engagieren“, so Hocke, für den eines ganz klar feststeht: „Ohne das Ehrenamt funktioniert unsere Gesellschaft in Gänze nicht mehr.“

Über 40 Prozent der hessischen Bürger seien bereits ehrenamtlich aktiv, viele weitere könnten sich laut einer Untersuchung vorstellen, sich freiwillig und unentgeltlich für eine gute Sache zu engagieren. Wer dies tue, setze ein Zeichen gegen zunehmenden Egoismus unserer Gesellschaft.

Ehrenbriefe überreicht

Das tun auch in Zierenberg viele Bürger, drei von ihnen seit vielen Jahren, wofür sie von Vizelandrätin Susanne Selbert mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurden (HNA berichtete): Klaus-Dieter Frese, Friedhelm Hartung und Rüdiger Umbach. Nicht ehrenamtlich, doch aber über das gewohnte Maß hinaus, engagierte sich in den vergangenen knapp zehn Jahren Ute Walter, die als Leiterin der Elisabeth-Selbert-Schule dem Schulstandort Zierenberg zu neuem Glanz verholfen hat. Den Neujahrsempfang nutzte sie, um sich von der Schulgemeinde zu verabschieden, zum Halbjahr nämlich wechselt sie an eine Eschweger Schule, und das sehr zum Bedauern von Bürgermeister Denn: „Sie haben das städtische Leben mit geprägt, viele wichtige Weichen gestellt, und wie es ohne Sie weitergehen soll, kann ich mir noch nicht richtig vorstellen.“

Erfahrungsgemäß gehe es aber immer irgendwie weiter, wie auch im politischen Leben der Stadt, durch dessen vergangenen zwölf Monate Denn in seinem traditionellen Jahresrückblick führte, bevor der neunte Jahresrückblick bei Bockwurst und anderen Leckereien zur Rockabilly-Musik der Kasseler Band Swipe langsam ausklang.

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