Fritz-Hufschmidt-Schule

Zirkus im Unterricht: Schüler wachsen über sich hinaus

Feurig: Mit Fackeln ging es auf einen Auflug in die Welt der Fakire.

Zierenberg. Auch wenn draußen helllichter Tag ist, wird es am Mittwochvormittag im Zelt des Projektzirkus Laluna unterhalb der Fritz-Hufschmidt-Schule von einer Sekunde auf die andere tief dunkle Nacht.

Schwarzlicht lässt den überdimensionalen Halbmond im sanften Gelb erstrahlen, als er sanft gen Manege schwebt und die kleine Luna samt Publikum mitnimmt auf eine himmlische Traumreise.

Während sich Luna schlaftrunken am Manegenrand in ihr Kissen kuschelt, schwimmen plötzlich orange-schimmernde Goldfische durch dichten Nebel, gefolgt von farbenfrohen Schmetterlingen und kunterbunten Blumen. Nein, jetzt bloß nicht aufwachen, wird es in der schillernden Traumwelt doch gerade erst richtig spannend. Kein Wunder, hat Mike Rosenbach dafür doch schließlich seit Montag intensiv mit den Nachwuchsartisten der Zierenberger Grundschule im Rahmen einer Projektwoche gearbeitet. Die Botschaft des Zirkusdirektors scheint anzukommen: „Fantasie ist die Kraft, um das Unmögliche möglich zu machen.“

Reise in Fantasiewelt 

Fantasievoll ist sie in der Tat, die Welt, die Rosenbach und sein Team mit den Jungen und Mädchen erschaffen hat. Da lassen Magier mit spitzen Harry-Potter-Hüten Luna in ihren Träumen auf unerklärliche Weise schweben, bevor sie Freiwillige aus dem Publikum zersägen und wie aus dem Nichts ein Kaninchen ins Rampenlicht zaubern. Neben waghalsiger Akrobatik, Artistik am Trapez und auf dem Boden, lustigen Clownnummern sowie Jonglage mit allem, was nicht niet- und nagelfest ist, darf auch ein feuriger Ausflug ins Reich der Fakire nicht fehlen.

Dürfen auch im Kinderzirkus nicht fehlen: Freche Clowns sorgten in farbenfrohen Kostümen für viel gute Laune im Publikum. Fotos: Hoffmann

Die Manege nehmen die 151 Kinder schon während der Generalprobe zum munteren Klatschen des Publikums im Sturm, entführen mit spektakulären Kunststücken in die faszinierende Zirkuswelt. „Es ist einfach unbeschreiblich, wie unsere Schüler über sich hinauswachsen“, schwärmt Schulleiterin Claudia Laaber, die den Projektzirkus Laluna bereits zum zweiten Mal in Zierenberg begrüßt. „Das Projekt hilft ihnen dabei, ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen zu lernen und hilft schwächeren und schüchterneren Kindern zu entdecken, dass auch sie großartige Talente haben.“ Da ist es fast ein wenig schade, dass nach zweieinhalb Stunden das Licht wieder angeknipst wird und die Traumwelt im dichte Nebel verschwindet - glücklicherweise aber nur bis zur nächsten Vorstellung am Nachmittag. (zhf)

Info: Eine weitere Vorstellung beginnt am heutigen Donnerstag um 17 Uhr. Eintrittskarten kosten zwischen fünf und zehn Euro.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.