Spiel ohne Grenzen beim Viehmarkt Zierenberg: Rohrbacher siegten

Balanceakt: Mit Ballons unterwegs in einer Schubkarre.

Zierenberg. Mit angezogener Handbremse starteten die Zierenberger am Freitagabend in ihren 81. Viehmarkt. Das Orchester Lohfelden und DJ Jens mussten sich im Festzelt am Stiegweg mit einer überschaubaren Besucherschar zufrieden geben, scheuten die Menschen in der Warmestadt wohl das kühle Nass von oben, das auch am zweiten Festtag zunächst die Laune trübte.

Doch zu den Spielen ohne Grenzen ist Regen ja noch das geringste Übel. Wasser von oben, Wasser von unten, Wasser einfach überall. In Gummistiefel, Bechern und Luftballons, verbunden mit einer ordentlichen Brise zusätzlicher Herausforderungen, denen sich die teilnehmenden Teams nur zu gern stellten.

Klatschnass trotzten sie aller Widrigkeiten und stellten sich dem kniffligen Parcours, den die Altherren für sie diesmal oberhalb des Festplatzes aufgebaut hatten. Gemäß des Viehmarktmottos „1,2,3 im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit“ gaben die Vereine und Gruppen aus der Kernstadt sowie den Stadtteilen alles. Sie schwitzten und ackerten, buckelten und kämpften gegen die Stoppuhr der Schiedsrichter und strotzten nur so vor Siegeswillen, als sie fliegende Wasserbomben aufspießten, Kugeln aus dem Siffbottich fischten oder sich beim Trockenski in Teamkoordination übten. Bierkisten wanderten übers Feld, Luftballons mussten mit verbundenen Augen zum Platzen und Hindernisse mit viel Geschick hinter sich gebracht werden. Dass nicht allzu viele Zuschauer zum Anfeuern gekommen waren, störte dabei nicht, das übernahmen die Teilnehmer kurzerhand selbst.

Mehr Unterstützung erhielten sie dann am späten Nachmittag im Festzelt, wo unter lautem Gejohle und Gesang die Siegerteams gekürt wurden, allen voran die Mitglieder der Rohrbacher Bruderschaft auf dem verdienten ersten Platz. Von den Spielen äußerlich gerade getrocknet, ging es zumindest getränketechnisch feucht-fröhlich weiter und direkt hinein ins Abendprogramm.

Das Zelt, anders als am Vorabend nun ordentlich gefüllt, wollte das Partyvolk nur noch eins: Feiern mit den AllGeiern, die beliebte Partyband, die beim Viehmarkt längst nicht mehr fehlen darf und auch in diesem Jahr wieder von Hit zu Hit flog - mal volkstümlich-alpin, mal mit einem Megamix aus Oldies, Pop und Rock, eben dem Allgeier-Kick, der alle mitreißt, auch die Zierenberger.

Festzug und Spiel ohne Grenzen als Höhepunkte beim Zierenberger Viehmarkt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.