Mehrheitlich abgelehnt

Stadt Zierenberg will keine Anteile an der EAM kaufen

Zierenberg. Die Zierenberger Stadtverordneten haben sich mehrheitlich gegen eine Beteiligung der Stadt an dem aus der alten Eon Mitte hervorgegangenen, neuen kommunalen Netzbetreiber EAM ausgesprochen.

Während sich CDU und UFW darin relativ einig waren, gab es aus den Reihen der SPD unterschiedliche Ansichten. So sah Gerhard Liese das Risiko für die Stadt bei einer Beteiligung an der EAM bei Null, während sein Parteikollege Wolfram Köhler erhebliche Kosten- und Ertragsrisiken aufzählte. Er glaube nicht daran, dass die Stadt im Jahr 2040 über die versprochenen Werte von zwei Millionen Euro verfügen könne.

Bürgschaft bereitet Sorge

Sorgen machten den Parlamentariern weniger der geringe Kaufpreis von 340 Euro, als die geforderte Ausfallbürgschaft in Höhe von 2,17 Millionen Euro gegenüber dem Bankenkonsortium, das den Kauf der Aktien an der Eon finanziert hat. Die Stadt Zierenberg sollte einen Anteil von 1,360 Prozent am Stammkapital der EAM Sammel- und Vorschalt Mitte GmbH erwerben.

Die Bürgschaft verursache zwar keine Kosten für die Kommunen, könne aber gezogen werden und dann habe die Stadt auf einen Schlag zwei Millionen Euro mehr Schulden, so Dr. Bärbel Mlasowsky von der UFW. Und auch Adrian Probst von der CDU sieht sinkende Umsätze der EAM als Risikofaktor.

Über 120 Kommunen hatten ursprünglich Interesse an einer EAM-Beteiligung geäußert, berichtet EAM-Sprecher Steffen Schulze. Aktuell haben über 100 einem Anschluss zugestimmt. Bislang liegt die EAM mit dem Hauptsitz Kassel in den Händen von zwölf Kreisen und der Stadt Göttingen.

Von Bea Ricken

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