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Stempel aus dem Reich der Elfen und Feen

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Von: Sascha Hoffmann

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 Die Helfensteine locken nicht nurAusflügler aus nah und fern an, auch Kinofilmen wie „Ostwind“ dienten sie bereits als Kulisse. 
 Die Helfensteine locken nicht nurAusflügler aus nah und fern an, auch Kinofilmen wie „Ostwind“ dienten sie bereits als Kulisse.  © Sascha Hoffmann

Berge erklimmen, Stempel sammeln und zum Mittelgebirgsstürmer werden kann man im Naturpark Habichtswald. Mit den Naturparkführern stellen wir zehn Gipfel in einer Serie vor. Heute: der Hohe Dörnberg.

Zierenberg – Einmal durchs Drehkreuz und rein ins Reich der Elfen und Feen. Wer die sagenumwobene Welt rund um die Helfensteine betritt, öffnet sich nur zu gern dieser einzigartigen Stimmung, die beinahe magisch den Alltag vergessen und zudem schnell verstehen lässt, warum alte Sagen den beeindruckenden Basaltformationen heilende Kräfte bescheinigen. Es ist ein spezieller Kraftort, das mag nicht mal der noch so rationale Mensch leugnen, zu deutlich sind sie spürbar, die besonderen Energien dieses Ortes, an dem sich Menschen treffen, um Jahreszeitenfeste zu feiern, eins mit der Natur zu werden oder einfach nur, um einmal tief durchzuatmen, während um einen herum Rinder und Ziegen sich das satte Grün schmecken lassen, die Segelflieger hoch oben im tief blauen Himmel sanft ihre Runden drehen und überall kleine Naturschönheiten leise um Aufmerksamkeit buhlen. Mit seiner offenen Buschlandschaft und der beeindruckenden Vielfalt an Orchideen und Enzianen ist derDörnberg eines der beliebtesten Ausflugsziele im Naturpark Habichtswald. Obwohl mit seinen knapp 579 Metern nicht der höchste, gilt er doch als der mayestätischsteBerg der Region.

Auch Naturparkführerin Cornelia Wiegend macht es sich hier gern gemütlich, wenn sie sich ein lauschiges Plätzchen auf der Wallkante sucht und mit Blick Richtung Kessel das Treiben im Hutebereich und die Landschaft betrachtet. „Die Rasenfläche mit den trockenen, abgestorbenen Pflanzen wirken aktuell noch grau-braun, während im Tal schon alles grünt“, sagt Wiegand. „Die Natur erwacht, es wird langsam bunt, am Wegesrand rauf zum hohen Dörnberg blühen Gänseblümchen, blaue Veilchen, gelbe Schlüsselblumen, Frühlings-Fingerkraut und Buschwindröschen, auch der Schwarzdorn blüht und derWeißdorn schlägt aus.“

Nicht nur Wiegand genießt die farbenfrohe Abwechslung, auch all jene, die Mittelgebirgsstürmer werden wollen und bewaffnet mit ihrem Gipfelpass auf der Suche nach dem knallroten Stempelkasten sind. Der wartetnicht etwa am Naturparkzentrum oder auf den Helfensteinen, nein, Stempel Nummer drei steht ganz oben auf der Freifläche des hohen Dörnberges. Die zu erklimmen, lohnt nicht nur wegen des Stempels, auch ein fantastischer Blick entschädigt für den steilen Aufstieg. „Richtung Südost“, so Wiegand, „sieht man den Herkules, Richtung Süden den Essigberg mit seinem Turm, weiter im Uhrzeigersinn den Hasunger Berg und Bärenberg gefolgt von den Gutenbergen, im Tal Zierenberg, der Hutebereich des Dörnbergs, die Schreckenberge und in nordwestlicher Richtung ein weiter Blick bis ins Nordrhein-Westfälische.“

Infotafeln erzählen ein wenig die Geschichte des Berges, schließlich hat nicht jeder das Glück, mit Naturparkführerin Wiegand gen Gipfel zu wandern. Sie gibt dem Dörnberg in ihren regelmäßigen Führungen eine Stimme und berichtet dann unter anderem von der sechseinhalb Hektar großen, einst von einem Ringwall umgrenzten Hochfläche. „Die Mauern sollen bis zu sechs Meter hoch gewesen sein“, lässt sie wissen und berichtet von erkennbaren Resten. „Hier befand sich nach neueren Forschungen vom sechsten bis ersten Jahrhundert vor Christus eine Siedlung, wer die Bewohner waren, wissen wir nicht genau, es könnten Kelten gewesen sein.“ Was hingegen jeder, der mal auf dem Dörnberg gewesen ist, genau weiß: Dieser Ort ist immer einen Ausflug wert, und sei es nur, um für ein paar Stunden den Alltag auszuschalten, wenn man eines der Drehkreuze zum Dörnbergareal hinter sich lässt und rund um die Helfensteine eintaucht ins Reich der Elfen und Feen.

Gipfelpass in der Touristinfo und im Internet

Wer Mittelgebirgsstürmer werden will, erhält seinen Gipfelpass in den Touristinformationen/Rathäusern in Bad Emstal, Breuna, Edermünde, Gudensberg, Habichtswald, Naumburg, Niedenstein, Schauenburg, Zierenberg, Wolfhagen, Kassel, im Naturparkzentrum Habichtswald auf dem Dörnberg und im Internet unter der Adresse mittelgebirgsstürmer.de. Das Sammeln der Punkte geht auch per Handy mit der SummitLynx-App. www.mittelgebirgsstuermer.de 

Von Sascha Hoffmann

Naturparkführerin Cornelia Wiegand
Naturparkführerin Cornelia Wiegand © Sascha Hoffmann
Für den dritten Stempel im Mittelgebirgsstürmer-Gipfelpass geht es hinauf auf den knapp 579 Meter hohen Dörnberg.
Für den dritten Stempel im Mittelgebirgsstürmer-Gipfelpass geht es hinauf auf den knapp 579 Meter hohen Dörnberg. © Sascha Hoffmann
Karte vom Hohen Dörnberg
Karte vom Hohen Dörnberg © HNA

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