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Tierischer Spaß bei Hindernisrennen in Zierenberg

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Von: Sascha Hoffmann

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Kai Sander und sein schlappohriger Schützling Manfred.
Zwei Freunde die gern beweisen, dass Kanin-Hop ein Vergnügen und weit entfernt von Tierquälerei ist: Kai Sander und sein schlappohriger Schützling Manfred. © Sascha Hoffmann

Das Kanin-Hop ist ein Vergnügen und weit entfernt von Tierquälerei - Die Kaninchen hüpften am Samstag fröhlich über die aufgebauten Hindernisse beim Kanin-Hop Tournier

Zierenberg – Kaum sitzt Manfred auf der grünen Übungsbahn, flitzt er auch schon los. Keine Leine, kein Antreiben seines Besitzers, einfach nur unbändige Freude.

Das graue Schlappohr hüpft beim Kanin-Hop-Turnier am Samstag am Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins K 49 Zierenberg fröhlich über die aufgebauten Hindernisse, als wolle es die kürzlich durch die Tierrechtsorganisation Peta aufgeworfene Kritik am Wettstreit kurzerhand beiseite springen.

Keine Spur von Angst bei Manfred und seinen hoppelnden Kollegen, die Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta, im Vorfeld der Veranstaltung schwarzgemalt hatte. In Leinen sieht sie ein besonderes Problem, da sich Kaninchen als Fluchttiere so „in Paniksituationen nicht zurückziehen können“.

Überall sind Halter zu beobachten, die sich liebevoll um ihre Tiere kümmern

Leinen sind beim Turnier zwar nicht bei Manfred, tatsächlich aber bei vielen anderen der insgesamt 98 teilnehmenden Tiere aus ganz Deutschland im Einsatz. Von Angst und Panik ist aber auch bei ihnen nichts zu sehen, ganz im Gegenteil.

Überall sind Halter zu beobachten, die sich liebevoll um ihre Tiere kümmern. „In der Regel bestehen da ganz enge Verbindungen zwischen Tier und Mensch“, sagt Kai Sander, Kanin-Hop-Beauftragter des Zentralverbandes deutscher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) und Herrchen von Manfred.

Den Kanin-Hop-Tieren gehe es in der Regel sogar wesentlich besser als reinen Käfigtieren, weil „wir uns sehr intensiv mit ihnen beschäftigen und sie viel Bewegung haben“.

Vier verschiedene Schwierigkeitsklassen gibt es beim Kanin-Hop

Manfred etwa sei Freigänger, renne pausenlos übers ganze Grundstück im heimischen Lemgo und jage ein bisschen die Hühne und Katzen, sagt Sander lachend und belohnt seinen tierischen Freund für dessen Übungssprünge mit einer ordentlichen Portion Streicheleinheiten.

Vier Jahre ist der kleine Racker alt und kann laut Sander noch etwa drei Jahre vernünftig springen, bevor er seinen verdienten Ruhestand genießen darf. Bis er selbst beim Zierenberger Turnier an der Reihe ist, schaut er den anderen beim Springen zu. Vier verschiedene Schwierigkeitsklassen gibt es beim Kanin-Hop.

Bei der leichten Klasse sind die Hindernisse maximal 25 Zentimeter hoch und tief, in der mittelschweren und schweren kommen jeweils zehn Zentimeter drauf.

Sander hat keine Zweifel, dass die Tiere allesamt mit Freude bei der Sache sind

„Das Gewaltigste ist die Eliteklasse, in der die Hindernisse bis zu 50 Zentimeter hoch und 70 Zentimeter weit sind“, erklärt Sander, der keine Zweifel hat, dass die Tiere allesamt mit Freude bei der Sache sind – ganz so wie sein Manfred, der auch beim späteren Einsatz auf dem Wettbewerbsparcours wieder voller Freude losflitzt und die Hindernisse geradezu im Sturm nimmt. (Sascha Hoffmann)

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