Bischofsmützen sollen Unfallschwerpunkt entschärfen

Todeskurve zwischen Oelshausen und Burghasungen wird entschärft

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Nun stehen die Bischofsmützen zwischen der Autobahnabfahrt Zierenberg der A44 und Oelshausen.

Nach den tödlichen Unfällen an der Todeskurve, wie der Bereich zwischen Oelshausen und Burghasungen von den Dorfbewohnern genannt wird, wurden jetzt Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit umgesetzt.

Markierungen auf rund 100 Metern sollen künftig verhindern, dass Verkehrsteilnehmer nahe den Zierenberger Ortsteilen zu früh auf die Überholspur wechseln und dabei in den Gegenverkehr geraten. Sogenannte Bischofsmützen, also optische Fahrbahntrenner, wurden im Auftrag von Landkreis und Hessen Mobil zusätzlich als Spurhalter aufgestellt. In der schraffierten Fläche wurden außerdem akustische Signale eingebaut.

Bei einer Verkehrsschau im März waren vom Landkreis Kassel als Verkehrsbehörde, Hessen Mobil und der Polizei die Notwendigkeit von verkehrsplanerischen Maßnahmen im Bereich der Kurve erkannt worden, so Landkreissprecher Harald Kühlborn.

Heinz Barwink, Stefan Kunert und Stephan Menke kümmern sich um das Auftragen der Farbe.

Am vergangenen Wochenende hatte sich ein weiterer tödlicher Unfall auf der Bundesstraße 251 ereignet. Der Unfallort befand sich zwar in Höhe von Oelshausen, Kritiker halten jedoch die gesamte Strecke zwischen Istha und der Autobahnauffahrt zur A44 für gefährlich. Die HNA-Redaktion erreichten diesbezüglich erneut Leserzuschriften. 

Feuerwehren, Ortsbeiräte, Notfallseelsorger und viele Bürger aus Burghasungen und Oelshausen hatten Anfang des Jahres eine neue Verkehrsplanung für den Bereich der Todeskurve gefordert, weil sie nicht länger hinnehmen wollen, dass vor ihrer Haustür auf der Bundesstraße 251 immer wieder Menschen sterben. Anlass war der Tod eines 56 Jahre alten Mannes aus Kassel, der am 25. Februar bei einem Zusammenstoß in der Kurve getötet worden war.

Seit 2007 starben fünf Menschen in der Kurve. 2012 war es ein fünfjähriger Junge aus Kassel. Seine Mutter kam aufgrund von Glätte in den Gegenverkehr.

Ein 29-jähriger Mann aus den Niederlanden starb 2011 auf dem Streckenabschnitt. Ein Bad Arolser und eine Frau aus Schauenburg erlagen ihren schweren Unfallverletzungen im Jahr 2016. Auch vor 2007 gab es schon tödliche Unfälle in der Kurve.

Lesen Sie auchNach tödlichem Unfall auf B251: Diskussion um die "Todeskurve"

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