Leser fordern Veränderungen

Nach tödlichem Unfall auf B251: Diskussion um die "Todeskurve"

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Fünf Menschen starben in diesem Bereich zwischen Oelshausen und der Autobahnauffahrt der A 44 seit dem Jahr 2007. Auch vor dieser Zeit gab es dort schon Tote durch Unfälle. 

Nach dem schweren Unfall auf der Bundesstraße 251 zwischen Burghasungen und Oelshausen mit einem Toten fordern HNA-Leser verkehrsplanerische Veränderungen. 

Der schwere Unfall vor einer Woche, bei dem ein Kasseler starb, beschäftigt unsere Leser. Sowohl aus Burghasungen als auch Oelshausen gab es Stimmen, die verkehrsplanerische Veränderungen an der aus ihrer Sicht „Todeskurve“ fordern. Seit 2007 verloren fünf Menschen im Bereich der Kurve ihr Leben.

Vor fast exakt drei Jahren waren an derselben Stelle zwei Menschen gestorben. Der Tod des Arolsers und der Frau aus Schauenburg hatte seinerzeit in sozialen Netzwerken für großes öffentliches Interesse und Anteilnahme gesorgt. Aufgrund der tragischen Unfälle haben die Beamten der zuständigen Polizeistation Wolfhagen jetzt eine Verkehrsschau angeregt, die zeitnah in dem Bereich zwischen Oelshausen und Burghasungen stattfinden soll.

Keine Unfallhäufungsstelle

Dabei sind auch der Landkreis als Straßenverkehrsbehörde und Hessen Mobil als Straßenbetreiber vertreten. Ob es Veränderungen gibt, hänge von diesem Ortstermin ab, so Polizeisprecher Matthias Mänz. Trotz des aktuellen Unfalls gilt der Streckenabschnitt der Bundesstraße 251 zwischen Oelshausen und der A 44 weiterhin nicht als Unfallhäufungsstelle, erklärt Mänz.

Dafür müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein, wie beispielsweise gehäufte Unfallzahlen in bestimmten Zeiträumen. Die Ursachen für die Unfälle, bei denen die Menschen starben, sind zudem sehr unterschiedlich.

Mehrere schwere Unfälle

Ein fünfjähriger Junge aus Kassel starb am 12. November 2012 an den Folgen eines Verkehrsunfalls auf der Strecke. Die 30-jährige Mutter überholte einen Kleintransporter in Richtung Burghasungen. Aufgrund von Glätte kam sie mit ihrem Opel ins Schleudern und prallte gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug. Die Frau war mit Sommerreifen unterwegs gewesen. Im Krankenhaus starb der Sohn.

Ein 29-jähriger Mann aus den Niederlanden starb am 29. Januar 2011 auf dem Streckenabschnitt. Mit seiner Frau und dem einjährigen Kind fuhr der Mann Richtung Burghasungen, als er wegen Glätte ins Schleudern kam. Eine Frau, die mit ihrem Wagen auf der Gegenfahrbahn unterwegs war, konnte nicht mehr bremsen und krachte in den Wagen der Niederländer. Der Mann starb, alle anderen Beteiligten wurden schwer verletzt. 

Ein Bad Arolser, der mit seiner Freundin am 12. Februar 2016 unterwegs war, überholte auf dem zweispurigen Abschnitt der Bundesstraße Richtung Burghasungen einen Lkw, eine Frau aus Schauenburg kam ihm entgegen. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, bei dem die Fahrer starben. Bei dem aktuellen Unfall wurde ein 56 Jahre alter Mann aus Kassel am 25. Februar dieses Jahres bei einem Zusammenstoß getötet.

Kasseler starb bei Unfall

Ein 42-Jähriger aus Bad Emstal erlitt lebensgefährliche Verletzungen, ein Wolfhager wurde leicht verletzt. Zum Unfallhergang erklärte ein Polizeisprecher, dass der Bad Emstaler mit einem Sprinter-Kleintransporter die B251 von Oelshausen in Richtung Burghasungen befuhr.

Dort, wo die Straße dreispurig wird, soll er nach Aussagen eines Zeugen bereits einen knappen Meter auf der Gegenfahrbahn gefahren sein. Der Sprinter streifte den VW-Bus des aus Wolfhagen stammenden Zeugen, anschließend krachte der Sprinter frontal in einen Citroën, der hinter dem VW-Bus fuhr.

Der Citroën wurde durch die Wucht des Zusammenstoßes über die Leitplanke katapultiert und landete auf einem angrenzenden Acker. Dabei wurde der 56-jährige Fahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

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