Bahntunnel Zierenberg: Am 4. Mai starten die Bauarbeiten

Tage des Bahntunnels bei Zierenberg sind gezählt: Im Herbst dieses Jahres soll eine neue Tunnelröhre in den Berg getrieben werden. Sie wird etwa 900 Meter lang sein. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen in zwei Wochen. Der neue Tunnel soll Ende 2018 in Betrieb gehen. Auf unserem Bild passiert die Regionalbahn auf dem Weg nach Zierenberg gerade den Tunnel. Foto: Renner

Zierenberg / Habichtswald. In zwei Wochen ist es mit der Ruhe vorbei: Am Montag, 4. Mai, starten die vorbereitenden Arbeiten für den Bau des neuen Bahntunnels bei Zierenberg.

Ab Herbst wird neben der alten Röhre eine neue, 900 Meter lange Verbindung in den Berg getrieben. Wie Hans-Martin König, Leiter der Infrastrukturplanung bei der Kurhessenbahn, sagte, werden innerhalb eines Jahres 114 000 Kubikmeter Abraum anfallen.

Die Bewohner der Stadt Zierenberg, Menschen in Ehlen und Dörnberg, aber auch Einwohner der Gemeinde Calden müssen sich auf Belastungen einstellen - insgesamt wird mit 10.000 Lkw-Fahrten gerechnet. Nur 17.000 Kubikmeter Aushub werden auf der Baustelle gelagert, sagt König. Mit ihm wird nach Fertigstellung des Bahntunnels die alte Röhre verfüllt. Knapp 100.000 Kubikmeter Abbruchmasse werden auf drei Deponien gebracht. Sie befinden sich an der Igelsburg im Habichtswald, bei Grebenstein-Schachten und in Sollstedt (Thüringen).

Thomas Raue, Bürgermeister der Gemeinde Habichtswald, reagierte verärgert auf die Pläne. Am Freitag waren ihm und seinem Zierenberger Kollegen Stefan Denn von der Deutschen Bahn die Transportrouten vorgestellt worden. Anders als abgesprochen, habe die Bahn vor der Vergabe des Auftrags keinen Kontakt mehr mit den Bürgermeistern aufgenommen. Das in Werne ansässige Unternehmen BeMo Tunnelling habe am 10. April den Zuschlag erhalten, „wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Raue.

Er rechnet mit massiven Emissionen. Beeinträchtigungen erwartet auch Hans-Martin König. An sieben Tagen pro Woche wird rund um die Uhr am Tunnel gearbeitet. Der Aushub wird werktags von 7 bis 19 Uhr abgefahren. Um die Belästigungen einzudämmen, werden Staubschutzwände errichtet, Lkw-Waschanlagen installiert und Baustraßen bewässert.

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