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Über die Hälfte der Erzieherinnen krank

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Von: Monika Wüllner

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Die Kindertagesstätte KiTZ in Zierenberg
Die Kindertagesstätte KiTZ in Zierenberg © Bea Ricken

Schwierige Zeiten während der Pandemie haben und hatten sowohl die Kinder als auch die Erzieher und Eltern in Zierenberg und den Ortsteilen.

Zierenberg - Während sich in den Kitas in Burghasungen und Oberelsungen die Personaldichte noch relativ gut darstellt, sind in Zierenberg im Kitz über die Hälfte der Mitarbeiter krank. Von 19 Erzieherinnen sind beziehungsweise waren 11 nicht im Einsatz. Auch Kitz-Leiterin Svenja Salokat fiel aus, sodass kurzerhand ihre Stellvertreterin und Cousine Louisa Salokat das Steuer übernahm. Überhaupt blieb während dieser schwierigen Phase die Kindertagesstätte die ganze Zeit geöffnet. „Obwohl ich auch grünes Licht für eine Schließung oder teilweise Anpassung der Öffnungszeiten gegeben hatte“, sagte Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth. Doch alle hätten an einem Strang gezogen, ist der Rathauschef voll des Lobes. Überhaupt ziehe er seinen Hut vor der Arbeit aller Erzieherinnen der Kitas im Zierenberger Land und im Kreis Kassel. „Unter schwierigsten Bedingungen leisten die Erzieherinnen großartiges und viele Eltern sind auch sehr verständnisvoll, das ist schon bewundernswert“, sagte Germeroth.

Svenja Salokat ist mittlerweile wieder im Einsatz und freut sich, wie gut das alles funktionert hat. „Da konnte ich mich auf Louisa und das ganze Team super verlassen“, sagte Salokat. Eine kurze Anfrage bei den Eltern hatte zur Folge, dass zahlreiche Mütter angeboten hatten, für die Krankheitsphasen der Erzieherinnen einzuspringen. „Es haben sich so viele gemeldet, dass wir gar nicht alle berücksichtigen konnten“, sagte Svenja Salokat. Auch die Küchenhilfe sei mit eingesprungen.

Zudem sei die Zusammenarbeit mit den Kitas in Burghasungen und Oberelsungen ganz hervorragend.

Svenja Salokat ist klar, dass insbesondere Eltern und Kinder während der Pandemie besonders stark belastet waren und immer noch sind. „Wir haben ja unsere Vorgaben vom Land, an die wir uns halten müssen und da sind uns einfach die Hände gebunden. Immer wieder gab es Schließungen und die Eltern hatten die Nachteile. Nicht zuletzt hatten einige auch echte Sorgen um ihren Arbeitsplatz, wenn die Kinderbetreuung ausgefallen ist“, so Salokat weiter.

Engagierte Eltern helfen aus

Gut sei aber, dass der Träger der Kindertagesstätte in Zierenberg, nämlich die Stadt, so hinter dieser Einrichtung stehen würde. Letztlich wäre durch die jetzige Situation alles auf eine Schließung oder zumindest eine Änderung der Öffnungszeiten hinausgelaufen. Das hätte erneut viele Nachteile für die 154 Kinder in insgesamt acht Gruppen gehabt. „Ich freue mich so, dass ich mich auf das ganze Team hier verlassen kann und sich so viele Mamis engagieren“, sagte Salokat.

Auch die Kinder hätten die gesamte Pandemiezeit tapfer mitgetragen. „Wir haben drei mal pro Woche für alle einen Lolli-Test gemacht. Das war für die Kinder ganz selbstverständlich“, sagt Leiterin Svenja Salokat. Foto: monika wüllner

Von Monika Wüllner

Starkes Team in schwierigen Zeiten: Die Leiterin der Kindertagesstätte KiTz in Zierenberg, Svenja Salokat (links) und Louisa Salokat, Stellvertreterin.
Starkes Team in schwierigen Zeiten: Die Leiterin der Kindertagesstätte KiTz in Zierenberg, Svenja Salokat (links) und Louisa Salokat, Stellvertreterin. © Privat

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