Keltentum

Veranstaltungen locken im Keltenjahr zum Naturparkzentrum

Junge Keltenfans töpfern Trinkhörner und verzieren sie mit Tonstempeln.
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Vergangenes Wochenende töpferten junge Keltenfans Trinkhörner und verzierten sie mit Tonstempeln.

Eigentlich hätte sich schon das ganze Jahr über alles um die Kelten drehen sollen, doch Corona hat dem Themenjahr im Naturpark Habichtswald einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Zierenberg – Nun ist das alte Volk zu Füßen der Helfensteine aber aktiv und lockt mit allerlei Veranstaltungen auf den Dörnberg, der nicht ohne Grund als „Ende der keltischen Welt“ bezeichnet wird.

Bettina Kocak aus der Frankfurter Goldgrubenkeramik-Werkstatt töpferte am Sonntag etwa mit zahlreichen jungen Keltenfans Trinkhörner, wie sie bei einer archäologischen Grabung in Bayern gefunden wurden. Individuell mit Tonstempeln verziert, entstanden so fantasievolle Unikate.

Eine eigene kleine Kunstwelt aus Wolle erschaffen

Die wird es auch am Sonntag, 15. August, wieder geben, wenn große und kleine Besucher gemeinsam mit den keltisch gewandeten Woll-Fachfrauen „Enya, Amena und Andra“ weben wie einst und dabei eintauchen in die Welt unserer Vorfahren. Teilnehmer lernen auf einem Gewichtswebstuhl auf historische Weise zu weben und erschaffen so eigene kleine Kunstwerk aus Wolle und Naturmaterialien.

Der rund dreistündige Workshop beginnt um 14 Uhr an der Grillstelle am NPZ und kostet 25 Euro inklusive Material. Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 0172-4775776.

Rund um die Helfensteine sind die Kelten los: Auch diesen und nächsten Monat locken zahlreiche Veranstaltungen rauf auf den Dörnberg.

Eine alte Last abtrennen und erleichtert weitergehen

Mystisch wird es, wenn das Mondfest Lughnasadh gefeiert wird, Vollmond, Räucherfeuer und Trommelklang die Innenschau unterstützen und so Abstand zum Alltag schaffen. Lughnasadh oder Lammas, auch als Schnitterfest bekannt, markiert nicht nur den Beginn der Getreideernte, sondern auch das Abschneiden von ehemals wertvollen und nun durchlebten, leeren Verbindungen, Ideen und Wünschen.

Es ist Gelegenheit, um eine alte Last mit geeignetem Schneidewerkzeug abzutrennen und erleichtert das Weitergehen. Dabei hilft Kräuterfrau Annette Zimmermann am Samstag, 21. August, von 19 bis etwa 20.30 Uhr. Treffpunkt ist am Naturparkzentrum (NPZ), die Teilnahme kostet 10 Euro, ein Messer oder eine Gartenschere sind mitzubringen.

Ritter Rumpel geht mit seinen kleinen Gästen eine Woche später auf Entdeckungsreise, um die Spuren seiner Vorfahren zu finden. Unterwegs warten spannende Abenteuer und viele Entdeckungen am Wegesrand.

Eine unvergessliche Kombination aus Mythen und Musik im Kerzenschein

Naturparkführerin Monika Faupel bringt Ritter Rumpel und seine Keltenfreunde auf den richtigen Pfad und verspricht ein Abenteuer mit Aha-Effekt. Treffpunkt zur rund zweieinhalbstündigen Tour ist am Samstag, 28. August, um 15 Uhr am NPZ. Erwachsene zahlen acht, Kinder vier Euro.

Auch im September warten zahlreiche Angebote im Rahmen des Keltenjahres auf große und kleine Dörnbergfans. Höhepunkt dürfte der Besuch der Künstlergruppe Omwoldon sein, die mit keltischen Instrumenten zu einer Klangreise einlädt.

„Wir bauen dafür vor dem Naturparkzentrum ein großes Zelt auf“, sagt NPZ-Chef Bijan Otmischi und verspricht eine unvergessliche Kombination aus Mythen und Musik im Kerzenschein. Der Eintritt kostet zwölf (Erwachsene) und acht Euro (Kinder). Weitere Informationen gibt es unter naturpark-habichtswald.de (Sascha Hoffmann)

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