Frauenfußball: Die verflixte Nachspielzeit

Zierenberg muss sich in Roßdorf 2:3 geschlagen geben

+
Zu früh gefreut: Die Zierenbergerin Sarah Landinghoff-Schmidt (rechts) erzielte in Roßdorf den 2:2-Ausgleich. In der Nachspielzeit mussten sich die Warmetalerinnen aber mit 2:3 geschlagen geben.

Roßdorf. Mit leeren Händen musste in der Frauenfußball-Hessenliga der TSV Zierenberg die Heimreise vom RSV Roßdorf antreten.

Am Ende der regulären Spielzeit hielten die Warmetalerinnen von Trainer Adam Kostorz noch einen Punkt in ihren Händen, beim Schlusspfiff aber hatten die Gastgeberinnen mit 3:2 (1:0) die Nase vorne.

Die Partie war fast eine Parallele des Hessenpokal-Halbfinales an gleicher Stelle vor drei Wochen. Da lagen die Zierenberger auch mit 0:2 im Hintertreffen, um dann doch noch den 2:2-Ausgleich zu schaffen und in der Nachspielzeit gar den 3:2-Sieg klarzumachen. Diesmal war es umgekehrt. Zierenberg vertändelte in der Vorwärtsbewegung völlig unnötig den Ball, was Michelle Pless (90.+1) mit blitzsauberer Kontertaktik mit dem Siegtor der Mittelhessen bestrafte.

Zierenberg musste mit einem personellen Handicap die Aufgabe angehen. Denn mit Sarah Davies, Sina Alexi, Natascha Rudat, Julia Kanngießer und Ann-Kristin „Stammi“ Schade fehlten gleich fünf ganz wichtige und wertvolle Schlüsselspielerinnen.

Die erste Topchance in dem über weite Strecken offenen Schlagabtausch besaßen die Zierenbergerinnen durch Lorena Kramski (36.), die aber mit dem Schicksal haderte. Ihr Schuss touchierte nämlich nur den Pfosten.

Im direkten Gegenzug machte es Rebekka Huber (38.) besser und brachte ihre Roßbacher Farben mit 1:0 in Front. Anscheinend waren die Warmetalerinnen mit ihren Gedanken noch bei der Pausenerfrischung. Denn nach dem Seitenwechsel waren noch keine 60 Sekunden gespielt, da baute Lara Maria Schürmann (46.) den Platzherrenvorsprung noch aus.

Zierenberg steckte keineswegs den Kopf in den Sand, sondern machte nun richtig Dampf. Der Lohn sollte nicht ausbleiben. Einen Freistoß zirkelte Simone Thöne (60.) zum Anschlusstreffer über die Linie, nach Foul an Sarah Rueda nutzte Sarah Landinghoff-Schmidt (65.) den fälligen Strafstoß zum 2:2. Der Traum vom Punktgewinn zerplatzte dann aber in der Nachspielzeit.

Zierenberg:  Bürgel - Dittmar, Haegele, Landinghoff-Schmidt, Geppert, Amoneit, Zech, Kramski, Rueda, Kell, Thöne. (zih)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.