Lichtkunst für die Region

Verkaufserlöse des frisch gedruckten Kalenders helfen Kultur-Projekten

Eine Region - 18 Monate: Fotograf und Lichtkünstler Andreas Weber (von rechts) präsentiert den neuen Kalender gemeinsam mit seinen „WIR für Nordhessen“-Kollegen Stephan Hartmann und Carsten Viernau.
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Eine Region - 18 Monate: Fotograf und Lichtkünstler Andreas Weber (von rechts) präsentiert den neuen Kalender gemeinsam mit seinen „WIR für Nordhessen“-Kollegen Stephan Hartmann und Carsten Viernau.

Fotograf und Lichtkünstler Andreas Weber präsentiert den neuen „WIR für Nordhessen“-Kalender.

Zierenberg – Es scheint fast ein bisschen so, als wolle der Dörnberg etwas gut machen bei Andreas Weber. Kaum ist der Kasseler Fotograf und Lichtkünstler unterhalb der Helfensteine angekommen, sind die dicken Regenwolken wie weggepustet und präsentieren sich die mystisch anmutenden Felsen im strahlenden Sonnenschein. „Bei meinem letzten Besuch sah das ganz anders aus“, erinnert sich Weber an jenen eisigen Abend im Februar, als er sich wie so oft in den zurückliegenden Pandemiemonaten aufgemacht hat, um faszinierende Orte Nordhessens mit Licht und Kamera kunstvoll einzufangen.

„Hier oben ist ein Bild entstanden, dem man gar nicht ansieht, wie glatt und kalt es war“, sagt er und blickt rauf zur skurril anmutenden Basaltformation, die im Ergebnis seiner Lichtkunst im purpurnen Farbmix zur Fantasiereisen einlädt und den Betrachter irgendwo zwischen Naturwunder, Abenteuerspielplatz und Ufo-Landeplatz wandeln lässt. Kraftvoll im Ausdruck, sollte es das einzige Motiv des abendlichen Shootings bleiben, denn „wir haben abgebrochen, weil wir unsere Hände nicht mehr bewegen, die Kamera nicht mehr bedienen und die Lampen nicht mehr halten konnten“.

Eisige Nacht im Februar dieses Jahres: Auch die Helfensteine sind ist im Kalender der Lichtkünstler zu finden.

Wenn Andreas Weber von „wir“ spricht, dann ist ihm das besonders wichtig, denn seine Bilder sind nicht nur mithilfe mehrerer Freunde entstanden, sondern nun auch Teil der Initiative „WIR für Nordhessen“. Dabei handelt es sich um eine freie Initiative von Künstlern, Machern und engagierten Menschen aus Nordhessen, die das Ziel vereint, regionale Strategien, Menschen und Unternehmen in allen nordhessischen Landkreisen zusammen zu bringen und dabei soziale und kulturelle Projekte zu unterstützen. Weber hat sie federführend gemeinsam mit dem Bad Emstaler Carsten Viernau an den Start und seither mit viel Leidenschaft zum Laufen gebracht. Die Lichtkunst spielt im Pilotprojekt der Initiative eine maßgebliche Rolle, denn sie schmückt den ersten „WIR für Nordhessen“-Kalender, der ab sofort erhältlich ist und mit Teilen des Verkaufserlöses Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur und Soziales in ganz Nordhessen unterstützen soll. „Wir wollen nicht Geld zur Verfügung stellen, sondern einzelne Projekte in den Fokus rücken und so zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen“, freut sich Viernau, der den Kalender nicht nur aufgrund seiner starken Motive, sondern auch wegen des außergewöhnlichen Konzepts besonders schätzt.

„Der XXL-Kalender beginnt am 1. Juli, also völlig konkurrenzlos mitten im Jahr, und endet im Dezember 2022“, sagt Andreas Weber, der im kontraststarken Werk alle nordhessischen Landkreise und die Stadt Kassel mit je drei Motiven berücksichtigt hat.

Das alles umgesetzt im Teamwork mit nordhessischen Akteuren vom Fotoshooting bis zur Fertigstellung in einer regionalen Druckerei in brillanter Qualität auf DIN A2 – kein Wunder, dass da zur Präsentation auf dem Dörnberg sogar die Sonne vor Freude lacht. (Sascha Hoffmann)

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