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Verzweifelte Suche nach Lukas B. aus Zierenberg

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Von: Bea Ricken

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Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Ulrich und Marlies B. erleben gerade den größten Albtraum ihres Lebens: Sie sind die Eltern von Lukas B., der seit 14 Tagen vermisst wird.

Zierenberg. An jedem Tag der vergeht, wird die Angst größer, dass ihr Kind nicht mehr am Leben sein könnte. Lukas verließ am Samstag, den 22. Januar, die Wohnung, die er sich mit seiner Freundin in Zierenberg teilt.

„Unser Sohn ist krank und braucht dringend ärztliche Hilfe“, so die Mutter verzweifelt. Doch Tag für Tag vergeht.

Das Paar fährt jeden zweiten Tag 300 Kilometer aus Sachsen-Anhalt in den Altkreis Wolfhagen und sucht: im Wald, in Gartenlauben und Scheunen. „Wir erhalten ganz viel Hilfe und Anteilnahme von der Bevölkerung“, so der Vater. Der Wanderverein, die Mountainbiker, ein Hundeverein und Landwirte suchen nach dem 26-Jährigen. Die Eltern verteilen überall Flugblätter und haben mit vielen Menschen gesprochen. Laut der Polizei gibt es Sichtmeldungen des jungen Mannes in Dörnberg, Ehlen und am Hohen Gras. Allerdings glauben die Eltern nicht, dass es sich dabei wirklich um ihren Sohn gehandelt hat. Am Tag seines Verschwindens habe Lukas probiert, bei seinen Eltern anzurufen. „Ich hatte es nicht mitbekommen“, so Ulrich B., der sich deshalb riesige Selbstvorwürfe macht. Als er versuchte zurückzurufen, sei das Handy nicht mehr auf Empfang gewesen. Ein paar Tage nach seinem Verschwinden war der Rucksack von Lukas mit Papieren, Impfausweis und seiner Bankkarte am Bahnhof in Zierenberg gefunden worden. Die Ungewissheit, was mit ihrem Sohn sein könnte, lässt die Familie keine Nacht mehr schlafen. Das Paar und Lukas‘ Freundin bitten nun über die HNA die Menschen im Altkreis um Hilfe bei der Suche.

Derweil hat die Polizei in der Region Fahndungsplakate aufgehangen. „Die Ermittlungen nach dem jungen Mann laufen auf Hochtouren“, so Polizeisprecherin Ulrike Schaake. Die Wolfhager Polizei habe mit Verstärkung an den Orten gesucht, wo Lukas gesehen worden sein soll. Eine größere Suchaktion mit Hubschrauber und Hundestaffel sei nicht möglich, da sich der Aufenthaltsort von Lukas nicht habe eingrenzen lassen, erklärt Schaake. Das Gebiet sei zu groß. Auch sie bittet noch einmal die Bevölkerung um mögliche Hinweise.

Wer Lukas B. gesehen hat, soll sich bei der Polizei in Kassel unter 0561/9100 oder der Polizei in Wolfhagen unter 05692/98290 melden. Hilfsangebote nehmen die Eltern und die Freundin gerne über die Telefonnummer 0178/3545286 entgegen. (Bea Ricken)

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