Bald Baustart für zwei Anlagen im Hegeholz

Windpark bei Oberelsungen wächst weiter

Im Oktober geht es los: Zwei weitere Windkraftanlagen sollen im städtischen Wald Hegeholz bei Oberelsungen gebaut werden. Fotomontage/Archiv

Escheberg/Oberelsungen. Seit dem vergangenen Juni drehen sich vier Windkraftanlagen im Escheberger Wald.

Nun liegt auch die Genehmigung für zwei weitere Anlagen auf dem städtischen Grund Hegeholz vor.

Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn rechnet damit, dass die Rodungsarbeiten bereits Mitte Oktober beginnen können. Einzig die Einspeisevergütung für den Strom müsse neu ausgehandelt werden, da sich das Genehmigungsverfahren hingezogen habe.

„Wir mussten zunächst flugrechtliche Aspekte klären.“

Thorsten WaltherProjektleiter Innovent

„Wir mussten zunächst flugrechtliche Aspekte klären“, so dazu Projektleiter Thorsten Walther von der Firma Innovent aus Friesland in Niedersachsen, die den Park auf dem Gebiet der Guts- und Forstverwaltung Escheberg und dem angrenzenden Hegeholz betreibt.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Fundamente Anfang des neuen Jahres gegossen werden. Im späten Frühling 2018 sollen die beiden Anlagen in Betrieb gehen. Sie kosten rund acht bis neun Millionen Euro. Diese Kosten übernimmt Innovent, die auch die anderen vier Anlagen gebaut haben.

Pacht und Gewerbesteuer kommen dem städtischen Haushalt zugute. Die Pacht für die Windräder im Escheberger Wald erhält die Forstverwaltung von der Malsburg.

Anteile für die Bürger

Nach Angaben von Bürgermeister Denn wird derzeit auch über das Angebot von Innovent gesprochen, ähnlich wie in Wolfhagen eine Bürgerenergiegenossenschaft zu gründen, bei der Zierenberger Bürger Anteile am Windpark erwerben können. Die Kosten für die Anteile sollen sich in erschwinglicher Höhe zwischen 500 und 1000 Euro bewegen.

Gute Erträge erwartet

Im Escheberger Wald sind gut 69 Hektar als Windvorrangfläche ausgewiesen, am Standort Hegeholz nahe der A 44 sind es knapp 20 Hektar.

Durch die besondere Höhenlage verspricht sich Innovent gute Stromerträge. Wie auch die Windräder im Escheberger Wald werden die neuen Anlagen knapp 200 Meter hoch sein und eine Leistung von 2,4 Megawatt haben. Mit dem Bau der beiden neuen Anlagen ist der Windpark nun komplett.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.