Die Kreuzung bei Gut Bodenhausen gilt als gefährlich

Zehn Unfälle in fünf Jahren

An dieser Kreuzung bei Gut Bodenhausen gab es schon viele Unfälle
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Gilt als gefährlich: Die Kreuzung bei Gut Bodenhausen

Der schwere Unfall an der Kreuzung der Landesstraßen zwischen Zierenberg und Habichtswald Anfang Februar mit sechs Verletzten, entfacht erneut die Diskussion um die Gefährlichkeit der Kreuzung in der Nähe von Gut Bodenhausen. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre passierten dort neun Unfälle mit zum Teil sehr schwer verletzten Menschen.

Zierenberg/Habichtswald – Ein weiterer, der zehnte Unfall an dieser Stelle, geschah erst jetzt im Februar. Dabei wurden sechs Menschen zum Teil sehr schwer verletzt, darunter drei Kinder. In acht Fällen lautete die Unfallursache laut Polizei „Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden Verkehrszeichen“.

Sowohl die FDP in Zierenberg, als auch die Freien Wähler im Kreis haben bereits Dringlichkeitsanträge zur Entschärfung des Kreuzungsbereichs gestellt. Die Bürgermeister der Stadt Zierenberg und der Gemeinde Habichtswald sind ebenfalls sehr an einer zügigen Entschärfung der Kreuzung interessiert.

Beraten wird auch die Unfallkommission, zu der verschiedene Behörden gehören. Unter anderem die Verkehrsbehörde des Landkreises Kassel und auch Hessen Mobil. Die beiden Bürgermeister gehören allerdings nicht zur Kommission.

„Wir bringen uns da ein“, sagte Marco Lingemann, Sprecher von Hessen Mobil. Die Gefahr im Kreuzungsbereich der Landesstraßen 3390 und 3220 werde gesehen. Man müsse genau hinschauen, die Ursache ermitteln und analysieren. Dann gelte es, zielgerichtet einzugreifen. Vorstellbar sei dort, sogenannte Bischofsmützen zu installieren. Ende nächster Woche wird Hessen Mobil sein Bauprogramm vorstellen. Bei einer Sanierung der Fahrbahnoberfläche gelten andere Regeln, als bei einer Umgestaltung der Kreuzung. Dann müsse nämlich Baurecht geschaffen werden. Das würde die Sanierung zeitlich verzögern, erklärte Lingemann.

Friedel Emmert aus Zierenberg ist an genau dieser Kreuzung verunglückt. Mit im Auto saß seine Ehefrau. Beide wurden im Oktober 2020 bei dem Unfall schwer verletzt. Auch er fordert eine Entschärfung.

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