Zierenberger setzt auf außergewöhnliche Kreationen

Konditor Christopher Bayer startet mit Ahler-Wurscht-Schokolade durch

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Wird in gebrochenen Stückchen verkauft: Die Ahle-Wurscht-Schokolade produziert Konditormeister Christopher Bayer einmal im Monat. 

Zierenberg. Mit seiner Ahle-Wurscht-Schokolade wird der Zierenberger Konditormeister Christopher Bayer immer erfolgreicher. Seine ungewöhnliche Kreation schmeckt nicht nur Nordhessen.

Der Zierenberger Konditormeister Christopher Bayer setzt auf außergewöhnliche Kreationen. Seit knapp drei Jahren produziert er die Ahle Wurscht-Schokolade. Und die wird immer beliebter, erzählt Christopher Bayer. Die ausgefallene Schokolade, die ein Mix aus Süßem und Salzigen ist, komme so gut an, dass er sich dem traditionellen Handwerk jetzt voll und ganz gewidmet habe.

Bayer ist sich sicher, dass man im traditionellen Handwerk nur bestehen könne, wenn man sich spezialisiere. „Da muss man eine bestimmte Nische ansprechen – dann funktioniert’s auch“, sagt er. Seine schokoladigen Kreationen von der nordhessischen Wurst-Spezialität, sei dafür ein Paradebeispiel.

Seit vergangenen Oktober konzentriert sich der Konditormeister nun hauptberuflich auf das Handwerk und nagelte dafür auch seinen Job im Bildungszentrum Kassel an die Wand.

„Die Nachfrage ist seit 2015 kontinuierlich gestiegen“, sagt er. Früher habe Bayer einmal im Quartal die Wurst-Schokolade produziert – jetzt geschehe das einmal monatlich. Und auch an der Rezeptur habe sich etwas verändert, sagt er. „Früher haben wir fünf Prozent von der Ahlen Wurscht in die Schokolade gegeben, mittlerweile sind es acht Prozent.“

Von der Produktion bis zur Verpackung 

Seine Frau Lena brachte ihn damals auf die Idee, dass etwas Salziges gut zur Schokolade passe. „Dann hatte meine Frau die Idee, dass wir hessische Spezialitäten benutzen könnten wie Apfelwein oder Ahle Wurscht“, erzählt Christopher Bayer. Das waren die Anfänge seiner ersten Kreationen. Die Ahle-Wurscht-Schokolade verkauft er unter dem Label Hessen-Praline als Bruchstücke. Die Schokolade ist, wie auch seine restlichen Produkte, ein wahres Handwerksmeisterstück: Von der Produktion bis zur Verpackung ist alles selbst gemacht. Die Ahle Wurscht kommt von der Fleischerei Koch aus Calden. Für die Verpackung hat sich der Familienvater eine Heißprägepresse von einem ehemaligen Buchbinder gekauft. Dort gestalten seine Frau und er nun auch Verpackungen, die beispielsweise den Namen des Beschenkten tragen. Außerdem bastelt Elli Mergard in ihrem Großropperhausener Handarbeitsstübchen (Frielendorf) kleine Geschenkverpackungen für die Schokoladentafeln.

Im vergangenen Jahr verarbeitete der gebürtige Butzbacher eine halbe Tonne Schokolade für all seine Produkte. Mittlerweile sind es neun Schokoladen- und zwölf Pralinensorten, die er produziert. Auch wenn der Bedarf an der Wurst-Schokolade groß ist, Spitzenreiter sei eine andere Kreation. „Die salzige Nuss, ebenfalls eine Mischung aus salzigen Cashew-Kernen und süßem Honig, ist der Renner“, sagt er.

Die Ahle-Wurscht-Schokolade werde aber vor allem als kulinarischer Scherzartikel für ehemalige Nordhessen gekauft, die jetzt an anderen Orten wohnen, sagt er. Das bemerke er auch, wenn er mit seiner Frau auf verschiedenen Märkten unterwegs ist.

Weitere Informationen: Über das traditionelle Handwerk und die ausgefallene Schokoladenkreation berichtet der Hessische Rundfunk in seinem Format „Herkules“ am Dienstag, 20. März, ab 20.15 Uhr.

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