400 Quadratmeter Nutzfläche

Seniorin Edith Meins spendiert der Stadt Zierenberg ein Jugendhaus

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Schwungvoller Start: Bauherrin Edith Meins (mitte) greift beim Baubeginn des Jugendhauses Zierenberg unterstützt von Jugendarbeiter Michael Kreiker (links) und Bürgermeister Stefan selbst zur Schaufel. Das Haus ist ihr Geschenk an die Stadt.

Zierenberg. Überraschung zum Baubeginn: Noch vor dem ersten Spatenstich für das neue Jugendhaus in Zierenberg hatten am Dienstag Bagger das Fundament freigeräumt.

Bauherrin Edith Meins konnte sich so gleich von der Größe des Gebäudes überzeugen, das sie der Stadt geschenkt hat.

Auf 400 Quadratmetern Nutzfläche werden ab kommendem Jahr die Jugendarbeit und die Stadtbücherei Platz finden. „Ich freue mich sehr, dass es jetzt los geht. Ich möchte ja noch erleben, wie die jungen Menschen hier einziehen“, sagt die Seniorin.

Die Kosten für das Bauprojekt von mehreren Hundertausend Euro trägt die Zierenbergerin selbst. Die Stadt muss lediglich die Betriebskosten von rund 13.000 Euro pro Jahr übernehmen. „Ich wollte selbst bestimmen, was mit meinem Geld gemacht wird“, begründet Edith Meins ihre Entscheidung. „Es sollten sich viel mehr Menschen für ihre Gemeinde und die künftige Generation einsetzen.“

Zwischen Freibad und Sportplatz an der Neißer Straße sollen die Jugendlichen ihr Haus zukünftig selbst mitgestalten. „Wir wollen bei der Nutzung des Gebäudes nicht nur unsere Ideen durchsetzen, sondern auch die Wünsche der jungen Menschen berücksichtigen“, sagt Michael Kreiker von der Jugendarbeit der Stadt. Dazu habe man bereits jetzt Fragebögen an der Schule verteilt.

Dass die Jugendlichen jetzt wieder Räumlichkeiten bekommen, freut auch Bürgermeister Stefan Denn (SPD). Seit der letzte Jugendraum in Zierenberg 2013 geschlossen werden musste, habe er sich auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit befunden, sagt er.

„Es hat uns dann sehr überrascht und gefreut, dass Frau Meins bereit ist, so viel Geld zu investieren und das Haus der Stadt zu schenken.“

Im Mai war Edith Meins mit ihrem Vorschlag an die Stadt herangetreten, nach der Annahme des Geschenkes durch die Stadtverordnetenversammlung im September und dem zügigen Baubeginn könnte das Jugendhaus bereits im zweiten Quartal 2016 eröffnet werden.

„Das Wetter lässt es zu, dass wir so schnell arbeiten können“, sagt Eckhard Schaub, Geschäftsführer der zuständigen Baufirma aus Habichtswald. Mit etwas Glück könnten in diesem Jahr bereits die ersten Mauern stehen. Die schnelle Umsetzung sei aber besonders dem Engagement von Edith Meins zu verdanken: „Als ich Frau Meins und ihre Idee kennenlernte, dachte ich sofort, die zieht das durch.“

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